Jakob Steinhardt

 

Maler und Graphiker

1887 - 1968

 

 

 

 

 

Die israelische Post widmete 1972 in der Serie "Israelische Kunst" dem deutschen expressionistischen

Maler und Graphiker Jakob Steinhardt eine Briefmarke.  Die Marke zeigt einen Holzschnitt zum Thema

"Alt Jerusalem" (s. Abb.), daneben Holzschnitt "Exodus".

 

 

Steinhardt wurde 1887 in Zerkow, Kreis Jarotschin geboren. Jarotschin liegt in der ehemaligen preußischen Provinz Posen. Der Kreis hatte Bestand von 1887 bis 1919.

 

Jakob Steinhardt studiert 1906 bis 1907 an der Akademie der Künste in Berlin. Seine Lehrmeister waren Lovis Corinth und Hermann Struck. 1907 ging er nach Paris zwecks weiterer Ausbildung zu Henri Matisse (1869-1954).Drei Jahre später kehrte er nach Berlin zurück. Nach einer Italienreise 1911 gründete er gemeinsam mit Ludwig Meidner (a.a.O) u.a. Künstlern im Jahr 1912 die Künstlergruppe "Die Pathetiker". Im selben Jahr hatten sie eine Ausstellung in der "Sturm- Galerie" von Herwath Walden.

 

 

  

 

 

Das künstlerische Schaffen von Jakob Steinhardt fand, wie bei vielen seiner Künstlerkollegen, 1933 in Deutschland ein Ende. Er emigrierte nach Palästina und ließ sich in Jerusalem nieder. Dort war er Dozent an der Bezalel-Schule für Kunst- und Handwerk und deren Leiter in den Jahren 1953-1957. Für seine Arbeiten bekam er bedeutende internationale Preise in Sao Paulo und Venedig zugesprochen. Vielerorts wurden Ausstellungen mit seinen Werken gezeigt (s.Abb.). Mit seinen graphischen Folgen beschäftigte er sich hauptsächlich mit jüdischen und biblischen Motiven. Er zählt zu den Künstlern, die sich spezifisch am Jüdischen orientierten.

 

Jakob Steinhardt starb am 11. Februar 1968 in Naharija/Israel.