Gustav Mahler

 

1860 - 1911

 

 

 

Sonderausgabe zum 150. Geburtstag Mahlers

 

 

 

Gustav Mahler  wurde am 7. Juli 1860 in Kalischt/Kaliště Mähren geboren. Den größten Teil seiner Jugend verbrachte Mahler in Iglau. Bereits mit 15 Jahren kam Mahler nach Wien.  Dort besuchte er bis 1878 das Konservatorium und die Universität. 1879 hatte er sein erstes Engagement als Kurkapellmeister in Bad Hall, dann in Laibach (1881), Olmütz (1882), Kassel (1883), Prag (1885), Leipzig (1886), Budapest (1888),  Hamburg  (1891) und endlich 1897 Wien, zunächst als Kapellmeister, bis 1907 dann als Direktor des K.K. Hofoperntheaters.  Danach war Gustav Mahler Kapellmeister an der Metropolitan Opera in New York, 1909 dann musikalischer Leiter der New York Philharmonic Society.

 

Zu Lebzeiten errang Mahler Weltruhm in erster Linie als Dirigent; er war ein Vorbild kompromißloser Hingabe an das Werk, ein Erneuerer der Opernkultur. Als Komponist von Liedern und Symphonien war ihm zu Lebzeiten ein durchschlagender Erfolg beim Publikum und Kritik versagt. Erst in  den 50er Jahren des  20. Jahrhunderts setzte dank der Tätigkeit mancher Dirigenten  und der Vervollkommnung der Spielqualität von Orchestern  die sogenannte Mahler-Renaissance ein. Dennoch scheuten großartige Künstler wie Furtwängler, Toscanini, Celibidache oder Carlos Kleiber seine Werke.

 

 

   

Rumänische Sonderstempel zu Mahler-Aufführungen

 

 

Gustav Mahler starb am 18. Mai 1911 in Wien. Die österreichische Post ehrte ihn mit  Sonderbriefmarken zum 100. Geburtstag und zum 100. Todestag.  Bei der 1965 erstmals aufgeführten Veranstaltungen "Musikalischer Herbst in Cluj/Rumänien" wurden Werke von Mahler aufgeführt (s.Abb.).

 

 

 

Sonderstempel 1985 mit Kopfbild Gustav Mahler und dem Komponierhäuschen.

Daneben Sondermarken des Vatikan zum 100. Todestag 2011.

 

 

Gustav Mahler war naturverbunden und verbrachte viel Zeit in Steinbach am Attersee. Man errichtete 1893 direkt am Seeufer ein eigenes Häuschen, in dem Mahler die Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden hoffte, die er beim Komponieren brauchte. In den folgenden Sommern wurde das Komponierhäuschen dann zur vollkommenen Schaffenswerkstatt.

 

 

 

Quellen

 

Neues Lexikon des Judentums/Schoeps/Gütersloher Verlagshaus 2000

Feuilleton „Die Welt“ Mi. 7.Juli 2010