Gustav Landauer

1870 - 1919

 

Schriftsteller - Sozialphilosoph

 

 

 

"Die sozialistische Gesellschaft ist ein Bund selbständig wirtschaftender,

unter einander in Gerechtigkeit tauschender Gemeinden,

deren Individuen im Besonderen frei, im Gemeinsamen freiwillig einig sind"

Gustav Landauer

 

 

 

Gustav Landauer wurde am 7. April 1870 in Karlsruhe/Baden geboren. Nach der Schulausbildung studierte er Germanistik und Philosophie. Seit 1890 war Berlin sein Lebensraum.

 

Landauer gehörte zu den "Jungen" in der SPD, zur "Freien Volksbühne" bzw. zur "Neuen Freien Volksbühne", beides Gründungen aus der SPD heraus. Von 1892 - 1899 war er Redakteur des "Sozialist". Er wurde zur zentralen Figur des deutschen Anarchismus. Seinen Lebensunterhalt fristete er als Übersetzer, Kritiker und Essayist in Hermsdorf bei Berlin. Kaum als Dramaturg nach Düsseldorf verpflichtet, wurde Landauer 1918 von Kurt Eisner in die Münchner Räteregierung berufen.

 

Seine Sozialphilosophie wurde geprägt durch Proudhon, und sie wird dargestellt in dem Essay "Die Revolution" (1907). Sein sozialistisches Engagement begriff Gustav Landauer als wesentliches Merkmal seines Judentums, mit dem er sich, inspiriert durch Martin Buber, seit 1910 öffentlich auseinandersetzte (Ostjuden und Deutsches Reich). Im I. Weltkrieg gab er "Briefe aus der französischen Revolution" (1919) heraus. Sein Buch "Shakespeare " (2 Bände 1920) editierte Martin Buber.

 

Bei der Zerschlagung der Münchner Räterepublik wurde Gustav Landauer am 2. Mai 1919 von konterrevolutionären Truppen ermordet.

 

Das Kopfbild mit Landauer Signierung ist eine Bausteinkarte der Landauer - Gemeinde und des Volkslandbundes, Köln. Verlag "Die Fackelstuben", Berlin C 2, Klosterstraße 62.

 

 

 

Quellen

Neues Lexikon des Judentums

Bild Eigenmaterial:

Baustein der Landauer-Gemeinde Köln-

Verlag die Fackelstuben Berlin Klosterstraße