B R U N O    K R E I S K Y

 

 

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„Ein Sozialist muß unbestechlich sein".

Bruno Kreisky

 

 

 

 

Sondermarke zum 80. und zum 100. Geburtstag von Bruno Kreisky.

 

 

Bruno Kreisky, am 22. Januar 1911 geboren, begann sein  politisches Wirken 1926 mit dem Beitritt zu den „Sozialistischen  Mittelschülern“, wechselte zur „Sozialistischen Arbeiterjugend“ (SAJ) und wurde deren Obmann. 1935 wird Kreisky wegen „illegaler Tätigkeit“ für die „Revolutionäre Sozialistische Jugend“ verhaftet und verurteilt. Nach der Haft ist er an allen Hochschulen Österreichs ausgeschlossen. Trotz politischer Verfolgung kann Bruno Kreisky sein Jurastudium abschließen und zum Dr. jur. promovieren. Kurze Zeit später muß er Österreich verlassen. Im schwedischen Exil setzt er seine Arbeit für die SPÖ  fort.

 

 

     

Links Sonderstempel Ehrenbürger der Landeshauptstadt St. Pölten auf

Sondermarke 100 Jahre SPÖ, daneben Sonderstempel zur Ausgabe

der Kreisky Gedenkmarke zum 80. Geburtstag.

 

 

Nach Kriegsende betraut die schwedische Regierung Kreisky als Vertrauensmann mit der Koordination schwedischer Hilfsmaßnahmen. November 1951 kehrt er endgültig nach Österreich zurück und wird im Bundeskanzleramt tätig. 1952 macht Bruno Kreisky den Sprung von der Diplomatie zur Politik und wird Staatssekretär. Er nimmt an den Staatsvertragsverhandlungen auf der Berliner Konferenz 1954, an den Moskauer Verhandlungen 1955 sowie am Abschluß des Staatsvertrages in Wien teil.

 

Er engagierte sich stark für die SPÖ, war deren Parteivorsitzender und ab 1970 dann Bundeskanzler von Österreich. Die „Ära Kreisky“ war durch ein umfangreiches  Reform- und Modernisierungs-Programm gekennzeichnet. Als Kanzler widmete er sich weiterhin der Außenpolitik. Besonderes Augenmerk richtete er auf die Entwicklung im Nahen Osten, deren kriegerisches Potential er stets mit äußerster Sorge betrachtete.

 

Seine Beziehung zu Israel und zur Schwesterpartei, der Israelischen Arbeiterpartei, war immer sehr ambivalent*... Die israelischen Zionisten konnten Bruno Kreisky nie verzeihen, daß er ein Jude war . Das heißt, man denkt in Israel, daß ein jüdischer Politiker es Israel schuldet, Israel absolut, bedingungslos und kritiklos treu zu sein. Das hat Kreisky natürlich nie getan. Er war äußerst kritisch...

 

Vielfach geehrt starb Dr. Bruno Kreisky am 29. Juli 1990 in Wien. Unter großer nationaler und internationaler Anteilnahme wurde er  in einem Staatsakt auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Zum 80. und zum 100. Geburtstag ehrte ihn Österreich mit je einer Briefmarke.

 

 

       

 

Bruno Kreisky-Platz am Austria Center in Wien, im Hintergrund

Uno-Gebäude und Kreisky Grabstätte Wien Zentralfriedhof

Fotos: Ingrid Mainczyk 2000

 

 

 

*ambivalent - zwei Meinungen haben.

 

Quellen

Paul Lendvai: Auf schwarzen Listen, Verlag Hoffmann und Campe1996

Bebilderung: Slg. "Sozialdemokratie in Marken und Bildern"

 

 

Den Besuchern viel Freude beim Ihrem Steckenpferd!