Berlin - Gubener Hutfabrik AG

 

Vormals A. Cohn

Guben - Kassel

 

 

Hutfabrik Hess  Recklinghausen

 

 

 

 Aktie über 1000 RM Mai 1928, Lochentwertet

Druck Giesecke & Devrient

 

 

Die Hutfabrik wurde am 16. April 1888 gegründet. Die Gründung basierte auf der Übernahme  der von  Apelius Cohn und Hermann Lewin 1859 in Berlin und 1876 in Guben unter der Firma A. Cohn gegründeten Hutfabrikationsgeschäfte. Hergestellt wurden Herren- und Damenhüte aus Woll- und Haarfilz sowie aus Stroh- und Kunstgeflecht.

 

Bis 1920 leitet Hermann Lewin die Firma. Nach seinem Tod übernahm Dr. Alexander Lewin die Stelle des Generaldirektors. 1922 beschäftigte das Unternehmen rund 3000 Arbeiter und Angestellte im Hauptwerk Guben sowie in kleineren Nebenbetrieben und wuchs zum größten Hutproduzenten Deutschlands heran.  Dr. Alexander Lewin war Jude. Er mußte Deutschland unter Zurücklassung der Hutfabrik nach 1933 verlassen.   

 

Bis zum 29. Mai 1934 war die Firmierung Berlin-Gubener Hutfabrik AG, vorm A. Cohn. Danach wurde das „vormals A. Cohn“ aus dem Firmennamen gestrichen und es hieß fortan Berlin-Gubener Hutfabrik AG. Während des 2. Weltkriegs wurde die Produktion in der Hutfabrik weitgehend auf „kriegswichtiges“ Material umgestellt.  Kriegseinwirkungen ruinierten  die einst florierende Hutindustrie in Guben. Dieser Industriezweig sollte nie wieder vormalige Blütezeiten erreichen.

 

 

Selbstbucherpaketkarte vom 27.8.1952

mit rotem Bezahlt Stempel Recklinghausen 1

 

 

1949 verlagerte man das Unternehmen aus dem planwirtschaftlich kommunistischen Bereich nach Kassel. 1959 siedelte das Unternehmen dann nach Recklinghausen um. Stand- und Produktionsort war  die Hutfabrik Hess GmbH. Das Gebäude lag an der Herner Straße 57 direkt neben der Eisenbahntrasse kurz vor der Schlachthofbrücke. 1965 wurde die Firma in Hutfabrik Recklinghausen GmbH (ehemals Hutfabrik Heß) umbenannt. Das Unternehmen ist zwischenzeitlich erloschen.

 

 

 

Für Ihren Besuch bedanke ich mich.