F R I T Z          H A B E R

 

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Sonderbriefmarke Fritz Haber vom 30. September 1957

aus der Serie "Männer aus der Geschichte Berlins"

 

Fritz Haber starb in der Emigration in Basel am 29. Januar 1934, nachdem er, ohne  bereits dazu gezwungen worden zu sein, 1933 seine Ämter niedergelegt hatte, weil er nicht besser behandelt werden wollte als seine davongejagten jüdischen Mitarbeiter und Kollegen. Sein Stolz, Zeit seines Lebens seinem deutschen Heimatland treu gedient zu haben, verband er mit der Bitte um Versetzung in den Ruhestand. In einem würdigen Verzichtsschreiben legte er alle seine Ämter nieder und emigrierte.

 

Fritz Haber war Leiter des Kaiser-Wilhelm-Institutes für Physikalische Chemie. Er legte die Grundlagen für die Ammoniak - Synthese, wofür er 1919 den Nobelpreis erhielt. Sein Verfahren machte Deutschland vom Chile - Salpeter unabhängig, was in Anbetracht der durch die Blockade unterbundenen Einfuhren für die deutsche Landwirtschaft und damit für die Ernährung des Volkes während der Kriegsjahre von entscheidender Bedeutung war.

 

Das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft  ist ein aus dem

Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie

in Berlin-Dahlem hervorgegangenes Grundlagenforschungsinstitut.

 

 

Schon 1909 konnte Professor Haber die BASF  von der Brauchbarkeit seiner Hochdruck-Synthese überzeugen. Bosch entwickelte eine Anlage zum Großbetrieb. Das „Haber-Bosch-Verfahren“ wurde zum Vorbild für alle späteren Hochdrucksynthesen, und das synthetische Ammoniak wurde eines der wichtigsten Produkte der chemischen Industrie.

 

Professor Fritz Haber’s Erfindung ermöglichte aber auch der deutschen Sprengstoffindustrie die Sicherung der Munitionsversorgung während des Ersten Weltkrieges. Gutes bringt leider auch Böses. Viele Menschen verloren ihr Leben sinnlos durch die Verlängerung des Krieges.

 

     

Schweden verausgabte 1978 ebenfalls eine Marke für Fritz Haber in der Serie Nobelpreisträger.