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Der deutsche Arbeiterführer

 

 

Sozialdemokratie fängt da an,

wo das Parteibuch aufhört!

©2000 K.H. Mainczyk

 

 

 

Antisemitismus ist der Sozialismus der Dummen.

August Bebel

 

 

 

  

Original Signatur August Bebel

 

 

 

  

August Bebel wurde am 22. Februar 1840 als ältester Sohn eines preußischen Unteroffiziers  in den Kasematten von Köln-Deutz geboren.  Er wuchs nach dem Tod des Vaters und des Stiefvaters  in Wetzlar auf, wo er nach dem Besuch der Volksschule das Drechslerhandwerk erlernte.  Die Wanderschaft führte ihn 1860 nach Leipzig. Dort schloß er sich einem Arbeiterbildungsverein an und wurde bald führendes Mitglied in der deutschen Arbeitervereinsbewegung. Ab 1867 war August Bebel Mitglied des Norddeutschen Reichstages - ab 1871 des Deutschen Reichstages. Er war ein ausgezeichneter Rhetoriker. Nach Ausbruch des deutsch-französischen Krieges war Bebel wegen seines Eintretens für den Pariser Kommune-Aufstand heftigen Angriffen ausgesetzt. Seine Haltung brachte ihm eine Anklage wegen Hochverrates ein.1872 wurde er zusammen mit Wilhelm Liebknecht zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. 

 

 

 

  

Die Bebel’sche Grabstelle Friedhof Sihlfeld in Zürich

und der Bebelplatz in Berlin.

Fotos: 1995/2001Karl Heinz Mainczyk

 

Als Bismarck 1878 zwei Attentate auf Wilhelm I. zum Vorwand nahm, um gegen die Arbeiterbewegung vorzugehen und ihre Organisation zu zerschlagen, fiel Bebel in der Verfolgungsphase unter dem „Sozialistengesetz“  die faktische Führungsrolle in der offiziell verbotenen Partei zu. Bebels große Reichstagsreden, in denen er für die Rechte der Arbeiter eintrat, Kritik an sozialen Mißständen übte, die deutsche Außen- und Kolonialpolitik und die ständig wachsenden Militärlasten verurteilte,  gehörten zu den dramatischen Höhepunkten deutscher Parlamentsgeschichte. Bebel war so manches Mal die moralische Stimme der Nation. Seine Mahnungen gegen Krieg und für den Frieden fanden kein Gehör bei den herrschenden Kreisen.

 

 

 

Sonderbrief vom Ersttag mit Gedenkmarke August Bebel

1988 zum 75. Todestag

 

 

 

August Bebel kämpfte für

 

„die Freiheit und Gleichheit alles dessen, was Menschenangesicht trägt“,

 

und er setzte sich für die uneingeschränkte politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau ein. August Bebel wurde zur Integrationsfigur der deutschen Sozialdemokratie - der erste Vorsitzende, an dem alle Nachfolger gemessen werden. August Bebel starb nach einem ereignisreichen Leben am 13. August 1913 in Passugg (Schweiz). Wo es auf der Welt damals eine organisierte Arbeiterbewegung gab, fanden für ihn Trauerfeiern statt. Das Familiengrab befindet sich auf dem  Friedhof Sihlfeld in Zürich. Die Bundespost u.a. gab zum 75. Todestag von August Bebel  eine Briefmarkenausgabe für den großen Mann der deutschen Sozialdemokratie heraus.

 

 

 

„Ein Sozialist muß halt unbestechlich sein...

Wenn man Sozialist ist, darf man nicht korrupt sein...“

Bruno Kreisky

 

Niemanden seien seine Einnahmen geneidet.

Schließlich starb August Bebel auch nicht als Bettler.

Er hat aber noch etwas für sein Geld getan.

 

 

 

 

Biographisches Lexikon des Sozialismus

Auszug aus Slg.  "Sozialdemokratie und Philatelie"

Bilder Eigenmaterial