J A K O B       A L T M A I E R

 

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Frankotyp - Absenderfreistempel auf Zeitungsstreifband.

Jakob Altmaier war von 1919–1932 Auslands-Korrespondent des Vorwärts

 

 

Jakob Altmaier wurde am 23. November 1889 in Flörsheim am Main geboren. Nach dem Schulbesuch bekam er eine journalistische Ausbildung und trat 1913 in die SPD ein. Von 1917- 1921 war Altmaier Redakteur der „Frankfurter Volksstimme“ und von 1919 - 1932 (Auslands-) Korrespondent des „Vorwärts“. Während der Nazizeit mußte Jakob Altmaier emigrieren. Er verbrachte die Zeit von 1933-1948 als Journalist in Paris, Belgrad, Spanien und Kairo.

 

 

 

1948 kehrte er nach Deutschland zurück.  Von 1949-1963 war Jakob Altmaier für die SPD Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB).  Er  setzte sich als MdB  für  die  Wiedergutmachung   und  Entschädigung  des von den Nationalsozialisten verschuldeten Unrechts   ein. 12 Jahre lang war er Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und 1952 Wegbereiter des Luxemburger Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel. 

 

Altmaier war im ersten Bundestag einer der beiden Abgeordneten jüdischer Abstammung und der einzige, der sich zur jüdischen Glaubensgemeinschaft bekannte. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik war er ein wichtiger Vermittler erster Kontakte zwischen der Bundesregierung und der Regierung Israels.

 

Jakob Altmaier verfaßte zahlreiche Bücher und Schriften, u.a. „Die Juden im heutigen Deutschland“, „Sozialdemokratie und Religion“, „10 Jahre Luxemburger Abkommen“.

 

Jakob  Altmaier verstarb am 8. Februar 1963 in Bonn. Sein Nachlaß befindet sich im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich–Ebert-Stiftung in Bonn.