M A X   A L S B E R G

  

1 8 7 7   -   1 9 3 3

 

 

 

 

Francotyp Reichspost-Absenderfreistempel

der Anwaltsgemeinschaft Alsberg,

Porto 8 Pfg. für Briefe im Ortsverkehr.

 

 

Max Alsberg wurde 1877 in Bonn geboren. Ab 1906 lebte er in Berlin. Aus der jüdischen Religionsgemeinschaft trat er aus. Er war ein hervorragender Strafverteidiger. Zwei Prozesse gewann er für den ehemaligen deutschen Kaiser Wilhelm II. Auch verteidigte er dessen Staatssekretär, den deutschnationalen Politiker Helfferich mit Erfolg gegen den Minister der Republik, den Zentrumspolitiker Erzberger. Dieser trat daraufhin zurück und wurde ein Jahr später von nationalistischen früheren Offizieren ermordet.

 

Max Alsberg wurde Professor an der Universität Berlin. Seine literarischen Hauptwerke sind: „Der Beweisantrag im Strafprozeß“ (1930), „Das Grabmal der Pressefreiheit“ (1932). Alsberg´s Biographie wurde 1965 von Curt Riess unter dem Titel „Der Mann in der schwarzen Robe“ herausgegeben.

 

Unter anderem schrieb Max Alsberg auch zwei Schauspiele: „Konflikt“ und „Voruntersuchung“ (1930), welches in mehreren Ländern aufgeführt und auch verfilmt wurde.

 

 

   

 

 

Der Film ist im Dirnenmilieu angesiedelt und behandelt ein Vater/Sohn Problem im Justizbereich. Die Spur des Mörders liegt aber im Bereich der Zeugen und entlastet Freund und Sohn eines Landgerichtsrates. Regie führte bei dem Film aus 1931 Robert Siodmak (a.a.O.). Produzent war Erich Pommer/UfA (a.a.O.).

 

Den Landgerichtsrat Dr. Konrad Bienert spielte Albert Bassermann. Hans Brausewetter stellt dessen Sohn Walter Bienert dar und  Gustav Fröhlich den Studenten Fritz Bernt. Annie Markart hat den Part der Dirne Erna Kabisch. Den Portier Karl Zülke spielte Oskar Sima neben weiteren damals bekannten Schauspielern.

 

Max Alsberg starb 1933 in Chur/Schweiz durch Selbstmord.