G I T T A    A L P Á R 

 

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Rollenfoto und Signatur 1932

 

 

 

Zum 100. Geburtstag

 

Gitta Alpár (eigentlich Regina Klopfer, ab 1917 dann Alpar), wurde am 5. März 1903 im Haus eines Kantors in Budapest geboren. Nach Schulbesuch und Ausbildung debütierte sie 1923 am Budapester Opernhaus als Sopranistin; ab 1927 dann in Engagements in Berlin, u.a. als Rosine im „Barbier von Sevilla“, "Königin der Nacht" und "Lakmé".

 

 

 

     

Filmprogramm aus dem Jahr 1935. Der Film mit der Musik von Paul Abraham mußte in Prag abgedreht werden,

da die Nazis u.a. Gitta Alpar und Otto Wallburg Drehgenehmigungen auf Reichsgebiet versagten.

 

 

 

Vor allem aber stellte sie Anfang der 30er Jahre mit Richard Tauber das Traumpaar für die Operettenliebhaber dar. Sie brillierte in den Operetten „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham (a.a.O) oder in „Schön ist die Welt“ von Franz Lehàr und war der wohl populärste deutsche Operettenstar vor 1933. Zu ihren Filmen gehörten u.a. „Die- oder Keine“, „Ball im Savoy“ (s. Abb.), „Die Abenteuerin“, „Gitta entdeckt ihr Herz“. Das Savoy-Theater in Berlin, an dem Gitta Alpár gesungen hatte, war für ein Jahr im Voraus ausverkauft.  Sie war die Diva der Operettenbühne der damaligen Zeit.

 

In 2. Ehe war sie von 1932 bis 1934 mit dem Schauspieler Gustav Fröhlich verheiratet. Fröhlich „arrangierte“ sich aber mit den braunen Machthabern, verleugnete seine Frau und ließ sie, die väterlicherseits jüdischer Abstammung war, im Stich. Die Mutter einer Tochter emigrierte 1933 zunächst nach Österreich, dann nach Budapest. Nach der Geburt ihrer Tochter sang sie in Wien, machte noch eine Skandinavien- und eine Südamerikatour und ging dann 1936 endgültig in die USA. Nach Europa kehrte sie nicht wieder zurück. Sie erhielt 1987 in Berlin das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

 

Gitta Alpár verstarb am 17. Februar 1991, nachdem sie mehr als 40 Jahre in Palm Springs gelebt hatte. Sie wurde in Los Angeles begraben.