S T E F A N   Z W E I G

 

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Sondermarke der österreichischen Post

zum 100. Geburtstag von Stefan Zweig

 

 

 

Stefan Zweigs Werk wurde durch Herkunft und Lebensweg geprägt. In Wien am 28. November 1881 als Sohn eines Webereibesitzers geboren, war er für die Übernahme des väterlichen Betriebs ausersehen. Seine Neigung aber galt geistigen Werken. Er las lieber Gedichte seiner Vorbilder Rainer Maria Rilke und Stefan George. Die erste Ausgabe eigener Gedichte, der Band „Silberne Saiten“ erschien 1901. Der Komponist Max Reger vertonte  daraus mehrere Gedichte. Zweig studierte in Wien und Berlin. Begegnungen während seiner Wiener Hochschulzeit  waren für ihn und weitere Arbeiten bedeutungsvoll. Nach der Begegnung mit Dr. Theodor Herzl, dem er das Manuskript der Erzählung „Die Wanderung“ vorlegte, wurde das Werk in der „Neuen Freien Presse“ gleich veröffentlicht. Jahrelang erschienen dort Zweigs beste Feuilletons, die später auch in Bücher aufgenommen wurden.

 

 Zweig trat auch als Übersetzer der Werke des flämischen Dichters Emil Verhaeren auf. Er war ein Verfechter des Europa-Gedankens. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges war Stefan Zweig, der bis zuletzt an die Erhaltung des Friedens geglaubt hatte, in Belgien. Nach Wien zurückgekehrt, wurde er dem Kriegsarchiv zugeteilt. Nach Dienstschluß arbeitete Zweig an seiner dramatischen Dichtung „Jeremias“, die sich für Humanität  und Ablehnung der Gewalt  einsetzt. Das Manuskript widmete er Friderike Maria von Winternitz, die 1920 seine Gattin wurde.  1919 erwarb Stefan Zweig das „Trompeter-Schlößchen“ auf dem Kapuzinerberg in Salzburg. Es war das Haus voller Schaffenskraft für anderthalb Jahrzehnte.

 

 

 

 

Absenderfreistempel der Stadt Augsburg zu einem

Stefan Zweig Projekt im Jahr 2001

 

 

 

Die tragische Wende im Leben Stefan Zweigs trat  mit dem Erscheinen der Nazis ein. Als jüdischer Schriftsteller war Zweig verfemt. Er emigrierte nach Südamerika (Rio de Janeiro).  Hier verfaßte er seine Selbstbiographie „Die Welt von Gestern - Erinnerungen eines Europäers“. Zweig hatte aber bereits den Glauben an die Erneuerung einer Welt in Freiheit und Humanität verloren. Zusammen mit seiner zweiten Frau Lotte schied er am 23. Februar 1942 freiwillig aus dem Leben. Zum 100. Geburtstag von Stefan Zweig gab Österreich  eine Briefmarke heraus.