O T T O      W A L L A C H

 

  

1 8 4 7    -    1 9 3 1

 

  

 

 

„Als Anerkennung der Verdienste, welche er sich um die Entwicklung der organischen Chemie und  der chemischen Industrie durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der alicyklischen Verbindungen erworben hat“, wird   Otto Wallach  1910 der Nobelpreis verliehen.

 

Otto Wallach stammt aus Königsberg. Seine Kindheit verbrachte er dort. Die Schulzeit absolvierte er in Potsdam. Väterlicherseits entstammt er einer jüdischen Familie. Wallach studierte in Göttingen und  Berlin. In Göttingen promovierte er und folgte einem Ruf nach Bonn. Hier entdeckte er sein Lehrtalent und habilitierte sich 1873. 1889 erhielt er einen Ruf nach Göttingen. Dort gab es eine Atmosphäre, die gesammelter Arbeit nützlich war. Das ihm eigene Arbeitsgebiet, die Gruppe der ätherischen Öle, fand er in Göttingen.

 

Er hatte festgestellt, daß die meisten Aromastoffe miteinander eng verwandt sind und zur Gruppe der Terpene gehören.  Isopren ist ein Grundbaustein der Terpene.  Dieser ist ein zweifach ungesättigter Kohlenwasserstoff und kommt ebenfalls als Grundbaustein des Kautschuks vor. Die Bedeutung der von Wallach erzielten Resultate beschränkt sich nicht nur auf die Wissenschaft alleine: sie wurde zum Anstoß einer gewaltigen industriellen Entwicklung der ätherischen Öle und Riechstoffe.

 

Otto Wallach gab während seiner Lehrtätigkeit  eine ansehnliche Zahl von Publikationen heraus. Die Schwedische Post ehrte den Wissenschaftler 1975 mit der oben gezeigten Briefmarke in der Serie „Nobelpreisträger“ zusammen mit dem niederländischen Physiker Johannes Diderik van der Waals.