É M I L       W A L D T E U F E L

 

 

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Pariser Opernhaus, Ort  der  von

Waldteufel geleiteten Opernbälle

 

 

Émil Waldteufel war ein Zeitgenosse von Jaques Offenbach (a.a.O.). Im Gegensatz zu Offenbachs stürmischer Ausgelassenheit kann die Musik von Waldteufel eher als bedächtig angesehen werden.

 

Als Charles Émile Lévy wurde Waldteufel am 9. Dezember 1837 in Straßburg geboren. Nach seiner Ausbildung am Pariser Conservatoire spezialisierte er sich auf  Tanzmusik; wurde 1865 Kammerpianist der Kaiserin Eugénie (der Gattin von  Louis-Napoleon) und kaiserlicher Hofballdirektor, dirigierte in Paris die Opernbälle, ferner die in Berlin, Wien und London.

 

Als Elsässer war Emil Waldteufel wie Offenbach  in Zentralfrankreich in gewissem Maß Außenseiter. Denn das Elsaß war über die Zeiten zweimal eine französische Provinz, danach wieder deutsch, bevor es schließlich wieder französisch wurde.

 

Zum Anfang seiner Karriere hatte Waldteufel einige sehr erfolgreiche Walzer veröffentlicht und bemühte sich, diese  auf zahlreichen Kaiserlichen Bällen ins rechte Licht zu rücken, was er erfolgreich verstand. Seine Musik war einst in den Ballsälen der ganzen Welt und in den Tanzcafés überall in Europa zu hören. Selbst heute noch bereiten seine Walzer sichtliches Vergnügen, wenn man die angenehme Tanzmusik hört. Waldteufel komponierte u.a. „Die Schlittschuhläufer“, „Estudiantina“, „Espana“, „Sirenenzauber“.

 

Waldteufel Grab Friedhof Père-Lachaise/Paris

 

Er starb am 12. Februar 1915 in Paris, der Stadt seiner Erfolge. Eine Briefmarke mit dem Pariser Opernhaus,  dort wo er seine Operbälle dirigierte, erinnert an diesen großartigen Komponisten sowie ein Foto seiner Grablege.

 

 

Quellen

Judaica Lexikon

Foto: Didier Descouens

Marke Eigenbeleg