Jacob Studinski

 

Jacob Studinski wurde am 22. Dezember 1876 in Kanitz/Westpreußen geboren.

Verheiratet war er mit Thekla geb. Natus (geb. 1876).

Sie hatten eine Tochter mit Namen Julia, verheiratete Wertheimer.

 

Nachfolger von Max Seligmann wurde Jakob Studinski, Kaufmann, Markt 8 bis 1936.

Nachfolger 1937 – 1979 Wilhelm Kenkmann.

Das Haus gehörte Stern & Rosenberg aus Meinerzhagen.

Im Haus untergebracht war auch das Korsetthaus Heineman,

geleitet von Gertrud Wurm geb. Heinemann, verh. mit Louis Wurm.

Sie führte das Geschäft bis 1939. Nachfolger war Maria Arns.

 

 

 

 

Die nachfolgenden Ansichtskarten zeigen merkliche oder kaum merkliche Veränderungen

des Marktplatzes innerhalb von 20 Jahren.

Studinski Altbau: Oben links 1901 auf handkolorierter Ansichtskarte,

rechts neben Studinski H. Melchior und Modewaren Werth.

Rechte Seite u.a. Moden Cosmann.

 

Linke Marktseite die Geschäfte Breidenbach Neuarbeiten/Reparaturen, daneben F. Vollbracht;

Kolonialwaren, Kaffeebrennerei, Malerwaren, Farbwaren. Es folgt der Kaiser-Automat

und anschießend das Gladbacher Waren-Depot mit dem Handelshof, Kopfseite links Studinski.

 

 

1908 Recklinghäuser Zeitung

 

 

Das billigste Kaufhaus für Arbeitergarderobe und Schuhwaren auf einer Ansichtskarte 1906. Hier kauften meine Großeltern für meinen Vater Pitschen. Immer freundlich vor dem Geschäft angesprochen vom Inhaber der Firma. Dem Geschäft von Studinski war ein recht langer Bestand gegönnt. Studinski mußte sich u.a. gegen die Fa. Cosmann behaupten. Die Chronik berichtet euphemistisch/beschönigend, das Thekla und Jakob Studinski 1936 nach Berlin "gingen". Sie gelten seit dieser Zeit als verschollen. Es ist davon auszugehen, daß sie nach der Deportation nach Minsk im dortigen Ghetto/KZ ermordet wurden. Ihr Geschäft wurde von der Firma Kenkmann Schuhe "übernommen".

 

 

 

 

Oben rechts: Erweiterte Ansicht des Marktplatzes mit Studinski 1908. Vorne links das Hotel/Restaurant Maerkischer Hof

mit dem Personal vor dem Eingang. Es folgt Albers. In dem heutigen Schankraum wurden damals Schuhe verkauft.

 

 

Studinski im Altbau 1910

 

Rechts neben Studinski nun ein weiteres jüdisches Geschäft Herren-Moden Sally Urbach, welches wohl Studinski

nicht das Wasser reichen konnte und bald darauf aufgab. Modewaren Werth neben Urbach hielt sich dagegen noch eine Weile.

 

 

Studinski im Neubau

 

   

Ansichtskarte 1914 Studinski im Neubau. Von links: Nähmaschinenhandel, Carl Kunze Farben, Kaiser-Automat, Franz Nückel Moden, Handelshof.

Kopfseite von links: Studinski, Wenck, Zigarren Großhandel. Rechte Karte aus ähnlicher Position 1920 mit Cosmann rechtsseitig.

 

 

 

Quellen

Werner Schneider

Jüdische Heimat im Vest

Belege Eigenmaterial