Schmalkalden/Thüringen

Philatelie und Partnerschaft

 

 

Erste Kontakte zu Philatelisten in Schmalkalden

 

 

Anfang Dezember 1989 konnten wir den ersten Sammlerfreund aus der thüringischen Partnerstadt Schmalkalden in Recklinghausen begrüßen. Auf der Durchreise nach Billerbeck machte Herr Wilfried Artus mit Frau und drei Kindern Station in Recklinghausen. Über die „Brücke“ wurde er weitergereicht an die Familie Mainczyk zwecks  Betreuung und Kontaktaufnahme. Herrn Artus wurden die regen partnerschaftlichen Kontakte des Briefmarkensammler-Vereins vorgetragen, die ja damals bekanntlich in alle Partnerstädte zu den dort ansässigen Vereinen oder Sammlern bestanden.  Er vermittelte dann weitere Schritte in Richtung philatelistische Partnerschaft, die sich zuversichtlich entwickelten.

 

 

 

Recklinghäuser Zeitung Mittwoch 7. Februar 1990

 

 

Schmalkalder Tagesspost Donnerstag  13.September 1990

 

 

Mehrere Touren nach Schmalkalden wurden hernach ab 1990 vom damaligen Geschäftsführer des BSV Recklinghausen, K.H. Mainczyk, organisiert, des weiteren private Fahrten zum Hirschfest und anläßlich des 75. Vereinsjubiläum 1999 des BSV mit einem Doppeldecker-Bus und 70 Besuchern aus Recklinghausen und Preston.

 

 

 

Martin Luther Ehrung 1983

Sonderstempel Schmalkalden

 

 

 

 

Schmalkalden  historisch

 

Bekannt wurde Schmalkalden durch die „Schmalkaldischen Artikel“, die von Martin Luther 1536 verfaßte Darstellung der lutherischen Grundlehren. Historisch ist auch der „Schmalkaldische Bund“ der protestantischen Fürsten und Städte gegen die Politik Kaiser Karl V. zur Verteidigung ihrer religiösen Bekenntnisse. Er wurde am 31. Dezember 1530 in Schmalkalden verabredet, am 27. Februar 1531 auf weitere sechs Jahre abgeschlossen und am 24. Dezember 1535 auf weitere zehn Jahre erneuert. Kaiser Karl V. aber ächtete die Führer des Bundes.

 

 

 

Schmalkalden Altmarkt 1912

Auerstraße - Lutherbrunnen

 

 

 

Im „Schmalkaldischen Krieg“ 1547 wurde Johann von Sachsen bei Mühlberg an der Elbe besiegt und seiner Kurwürde ein Ende gesetzt. Der Schmalkaldische Krieg hatte Auswirkungen bis in das Vest Recklinghausen. 1547 lagen 3.000 Soldaten in und bei Waltrop im östlichen Teil des Vestes, die das Dorf Waltrop ausplünderten.

 

 

Historische   Altstadt

 

Die Bausubstanz stammt überwiegend aus der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die alten und ohnehin schon verwohnten Häuser litten insbesondere  während der „sozialistischen Hochkultur“. Nach dem Zusammenschluß der beiden deutschen Landesteile wurde stetig am Stadtbild gearbeitet und restauriert, so daß die Partnerstadt ohne Zweifel zu einem Schmuckstück der Region wurde.

 

 

 

 

 

Schmalkalden: links DDR-Relikt ohne Soli -

rechts restaurierte Altstadthäuser 1994

 

 

 

Ein Gang quer durch die Stadt, vom Markt bis zum Weidenbrunner Tor, erschließt dem Besucher die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Rathaus, Stadtkirche St. Georg, Insel, Salzbrücke und das Lutherhaus befinden sich auf dem Weg, eingefaßt von schmucken Fachwerkhäusern. Vom Lutherhaus geht es auf die Wilhelmsburg mit dem schönen Ausblick über die Dächer der Stadt. Hier meint man, die Schornsteine und deren Rauch mit den Händen fassen zu können.  Zu Füßen der Burg liegt der Marstall mit seinen mächtigen Mauern. Schmalkalden ist das Tor zum Thüringer Wald.

 

 

 

       

Blick vom Schloßinnenhof durch den Schloßeingang der Wilhelmsburg Richtung Stadtmitte -

rechts Ausblick auf die historischen Fachwerkbauten von der Schloßmauer aus.

 

 

 

Rund um die Stadt gibt es Wanderwege bis hin zum berühmten „Rennsteig“ und dem „Trusetaler Wasserfall“. Im Winter lädt die Gegend zum Skilanglauf und Rodeln ein. Nicht vergessen dürfen wir das historische „Hirschessen in Schmalkalden“, daß wegen der politischen Gegebenheiten erst wieder nach der Wende auflebte. Dieses Fest ist ein Treffpunkt von Besuchern aus allen Landesteilen. Besuche der schönen Partnerstadt  sind ein lohnendes Vergnügen und empfehlenswert.

 

 

 

An der Schloßmauer mit Blick auf die historische Altstadt und Kirche St. Georg:

links Heinz Hermann/Schmalkalden mit K.H. Mainczyk aus Recklinghausen.

Aus einer Schar von über hundert "Philatelisten" zur "Wendezeit" hielt

einzig Heinz Hermann lange den Kontakt nach Recklinghausen aufrecht.

 

 

 

Schmalkalden Besuch 1999 anläßlich 75 Jahre Briefmarken-Verein.

 

Insgesamt 70 Personen einschließlich der englischen Freunde fuhren  mit einem Doppeldeckerbus von Recklinghausen nach Schmalkalden. Vorab wurde die Wartburg besichtigt, dann der Trusetaler Wasserfall. Anschließend wurden wir vom Bürgermeister Herbert Johannes begrüßt. Danach begaben wir uns vor das Rathaus zum traditionellen Umzug mit Hirsch. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. So machte das Flanieren durch die malerischen Gassen  besonderen Spaß. Viel Musik, reichlich Eßgelegenheiten, ein kleiner Kunstmarkt und das Schloß mit einer Kaminplattenausstellung luden zum Bummel ein. Ein Aufstieg zum Berggasthof  Queste war ein anderes Erlebnis. Nachmittags gab es dann noch eine  fachkundige Führung mit einem Vortrag in der Stadtkirche, in deren Räumen Martin Luther  lehrte und seine Schmalkaldischen Artikel vortrug.

 

 

 

 

Wartburg mit den Freunden aus England und mittig Trusetaler Wasserfall

 

 

Empfang im Rathaus Schmalkalden durch Bürgermeister Herbert Johannes, von links nach rechts:

Peter Berends, Paul Gaywood+, Norman und Molly Short, Georges Croft (alle Preston),

Karl Heinz Mainczyk Recklinghausen und Herbert Johannes.

 

 

 

Gruppenfoto vor Schloß Wilhelmsburg

 

 

 

Innenstadt und Stadt-Kirche St. Georg

 

 

Verleihung der Europafahne 1993 an die Stadt Recklinghausen

 

Im Bild rechts BM Johannes aus Schmalkalden.

Links BM Vernier/Douai, Mitte die BM von Recklinghausen und Preston.

 

 

 

© 2004/2009

 

Quellen:

Stadt Schmalkalden Info

Eigene Recherchen

Fotos Mainczyk

Bildmaterial Slg. Partnerschaft Schmalkalden