Schmalkalden

Postalisch – Historisch

 

 

 

 

 

Die Ausarbeitung ist ein postalischer Streifzug durch die Partnerschaft Schmalkalden. Ausgewählte Postbelege sind der Ausgangspunkt, aufgelockert durch Fotos und Ansichtskarten in der Reihenfolge ihrer Verwendung. Anspruch auf wissenschaftliche Tiefgründigkeit oder Vollständigkeit möchten diese Ausarbeitungen nicht erheben, jedoch Begeisterung wecken hinsichtlich der Heimat- und Postgeschichte unserer Partnerschaft.

 

Bekannt wurde Schmalkalden durch die „Schmalkaldischen Artikel“, die von Martin Luther 1536 verfaßte Darstellung der lutherischen Grundlehren. Historisch ist auch der „Schmalkaldische Bund“ der protestantischen Fürsten und Städte gegen die Politik Kaiser Karl V. zur Verteidigung ihrer religiösen Bekenntnisse. Er wurde am 31. Dezember 1530 in Schmalkalden verabredet, am 27. Februar 1531 auf weitere sechs Jahre abgeschlossen und am 24. Dezember 1535 auf weitere zehn Jahre erneuert. Kaiser Karl V. aber ächtete die Führer des Bundes.

  

 

 

   

 Schmalkalden Altmarkt- Blick auf das Rathaus und Kirche

 

 

Im „Schmalkaldischen Krieg“ 1547 wurde Johann von Sachsen bei Mühlberg an der Elbe besiegt und seiner Kurwürde ein Ende gesetzt. Der Schmalkaldische Krieg hatte Auswirkungen bis in das Vest Recklinghausen. 1547 lagen 3.000 Soldaten in und bei Waltrop im östlichen Teil des Vestes, die das Dorf Waltrop ausplünderten.

 

 

   

Schmalkalden   Postalisch

 

Für die passionierten Heimatgeschichtler  interessant sind sicherlich die postalischen Daten des Postortes Schmalkalden, die mit schönen postalischen Belegen ausgeschmückt werden. Begonnen wird mit Belegen der Reichspost Thurn und Taxis  in der Reihenfolge ihrer Verwendung aus der nachnapoleonischen Zeit ab 1817. 

 

 

Schmalkalden Kurfürstentum Hessen/Fulda

Kaiserliche Reichspostanstalt, 1685 als Postverwaltung;

Königlich Westphälische Postanstalt im Departement Werra, 1807-1813 als Direktion;

Thurn-und-Taxis-Lehenspostanstalt, 1.7.1816 als Postamt.

 

 

Zur Zeit der kaiserlichen Reichspost von Thurn und Taxis war Schmalkalden „Kaiserliche Reichspostanstalt“ in der Grafschaft Henneberg/Hessen-Kassel und hatte eine Postverwaltung seit 1685. Schmalkalden war dem Oberpostamt Nürnberg zugeteilt und unterstellt. 

 

Napoleon machte aus Schmalkalden und seiner Post eine Königlich Westfälische Postanstalt im Departement Werra.  Gemäß Circular Nr. 1 der Königlich Westfälischen Generaldirektion der Posten wurde Schmalkalden am 19. Oktober 1810 Direktion und war der Kreispostdirektion Hersfeld unterstellt. Nach dem Zusammenbruch  des Napoleonreiches war Schmalkalden wieder mit Thurn und Taxis verbunden und zwar als Lehenspostanstalt im Kurfürstentum Hessen, Herrschaft und Kreis Schmalkalden.

 

 

 

Brief an die Tabakfabrik H. Thorbecke in Cassel

 

  

 

 Einzeiliger Postwärterstempel Schmalkalden ohne Datum auf rot austaxiertem Brief (Porto bezahlt)

aus der nachnapoleonischen Zeit vom 15. July 1818 mit gesiegelter Rückseite und Absender.

 

 

Ab dem 5. März 1821 wurde Schmalkalden erst Postamt (lt. Verzeichnis der Poststellen), dann Posthalterei (Relais/Pferdewechselstation) des Fürstlichen Thurn und Taxisschen Postbezirks (Generale) vom 5. Januar 1855 im Postdistrikt Kurhessen. Schmalkalden lag im Thurn und Taxis Taxquadrat 463. Diese Taxquadrate dienten der schnelleren und besseren Gebührenfestsetzung. Dem Postamt wurde der Nummernstempel 66 zugeteilt (siehe nachfolgende Abbildungen/s. Abb.). Die Taxis-Poststempel wurden noch bis weit ins Kaiserreich hinein verwendet (s. Abb. Nachverwendungen). Das spricht für eine sparsame Geschäftsführung der Post.

 

 

 

Herrschaftliche Dienstsache  (H.D.S.) mit Franchise „König“

an Hochehrwürden den Herrn Pfarrer Tuchel in Barchfeld.

 

 

 Roter zweizeiliger Thurn und Taxis Textstempel auf portofreiem Dienstbrief

nach Barchfeld in der Nähe von Bad Salzungen um 1830.

 

 

Brief nach Wasungen mit diversen Taxvermerken

aus 1834 mit Auszahlungsvermerk

 

 

 Ein Rthlr. (Reichstaler) 6 Groschen Einrückungsgebühren sind

vom Kurfürstl. Postamt allhier ausgezahlt worden. D. Polster

 

 

Schmalkalden – Suhl

Insinuationsdokument über eine Geldsendung 1843

 

 Datierter Briefinhalt ab Steinbach-Hallenberg Geldsendung

  

Leseabschrift:

Anliegend beehre ich mich Ihnen die von Chri-

stian Roos und Geschwister ff. zu Herges

eingegangenen Kosten mit 1 Thlr. 20 ½ Sgr.

nebst Ins. Dokument ergebenst

zu übersenden  und ersuche um ge-

fällige Empfangsbescheinigung.

 

Steinbach-Hallenberg am 12t Juli 1843

Schuster

 

 

 

Schmalkalden – Bernbach

 

Postinsinuationsdokument betreffend die Übergabe eines Hypothekenscheins.

 

Bernbach – heute Bermbach im Kreis Schmalkalden-Meiningen

ist ein Kleinstort mit 513 Einwohnern in 2013. Zur Zeit der Ausstellung

des Dokumentes lebten rund 300 Menschen in dem Ort.

    

 

 Mit drei Kreuzen abgezeichnetes Dokument aus dem Jahr 1843.

 Als Aufgabestempel diente der zweizeilige Thurn und Taxis Datumsstempel

von Schmalkalden. Die Rücksendung wurde als „Portofrei“ vermerkt. 

  

 

Extrapost – Quittung

 

Baron v. Halberg

Schmalkalden nach Tambach über Floh durch den Thüringer Wald

Tambach liegt östlich von Schmalkalden (heute Tambach-Dietharz)

 

 

 

 

 

 

 

 

Thurn und Taxis Post ab Markenausgabe 1. Januar 1852

 

 

Markenlose Briefe

 

Einkreisstempel Schmalkalden mit Jahresangabe vom 28.3.1854

an A. Burghardt in Erfurt - rückseitig ein kleiner Zweikreisausgabestempel Eisenach

vom gleichen Tag und der Ausgabestempel Erfurt vom 29.3.1854.

 

            

          

 Leseabschrift:

Schmalkalden am 28. März 1854

Durch Fuhrmann Dehnes v. Friedrichsroda erhalten Sie unten aufgeführte Forsage (Auftrag)

zurück, für welche Sie mir 5Rthr. 22 Gr. gutschreiben. Mit aller Achtung ergebenst C.F. Fuckel

Folgend Aufrechnung

 

 

 

 

Schmalkalden – Kassel

Portofreier Brief mit Franchise „Daute“ an das Kurfürstliche Konsistorium-

evangelische kirchliche Behörde oder auch Kirchengericht.

 

 

 

  Thurn und Taxis Einkreisstempel Schmalkalden vom 18.8.1855,

auf der Rückseite Zweikreisstempel Cassel vom folgenden Tag.

  Daneben Siegel der Stadt Schmalkalden:

  Civitas Schmalkandens:Sig:II:MN

 

 

 

 

Schmalkalden –Zwesten

Nachsendebrief nach Borken bei Kassel

 

  

 Datierter Kreisstempel Schmalkalden auf Brief

an den Bürgermeister Schröder zu Zwesten.

Weitergeleitet nach Borken.

 

Blau als unfrei taxiert- Vermerk auf der Rückseite:

 

Den obigen Betrag 1 ½ Sgr. (für das Porto) habe ich

von dem Bürgermeister Schröder

richtig erhalten welches

bescheinigt

Postbote Aubel

 

 

 

 Portofreie Armensache Franchise „Ulrich“ an das Kurfürstliche Konsistorium-

evangelische kirchliche Behörde, auch Kirchengericht, zu Cassel.

 

 Thurn und Taxis Einkreisstempel ohne Jahresangabe

 

 

Prägestempel des Absenders

und Ausgabestempel Cassel auf der Rückseite.

 

 

 

 

 

Thurn und Taxis Briefmarken-Ausgaben

 

Verwendungszeit 1.1.1853 bis 30.6.1867

 

Thurn und Taxis Nummernstempel 66 Schmalkalden

 

Portostufen

 

 

 

 

 

Brief an die Administration der Steinkohlengruben Northeim bei Sonneberg

 

Einkreisstempel Schmalkalden mit Jahresangabe 2.5.1861 und Nummernstempel 66

auf 2 Gr. Ausgabe Januar 1861 geschnitten auf Brief.  Auf der Rückseite zwei Ausgabestempel.

 

2 Gr. zweifaches Porto für Briefe  von 2 -3 Loth

bei Entfernungen von  3 – 15 Meilen gem. Tarif vom 1.9.1861.

 

  

 

 

Das Schreiben beinhaltet eine Zahlungsstundung wegen Krankheit.

 

 

 

 Brief an die Dorfzeitung in Hildburghausen betreffend

eine dreimalige Annonce des Carl Thorward aus Schmalkalden.

 

 

  

 Einkreisstempel Schmalkalden ohne Jahr und Nummernstempel 66

auf ½ Gr. geschnitten Ausgabe Oktober 1862.

Auf der Rückseite Zweikreisausgabestempel Hildburghausen.

½ Gr. Portostufe für Briefe bei Entfernungen bis  3 Meilen gem. Tarif vom 1.9.1861.

 

 

 

Brief an die Herren Bansa & Sohn (Bankiers)

in Frankfurt am Main.

 

  

Einkreisstempel Schmalkalden und Nummernstempel 66

auf zweimal 1 Sgr. blau "Ausgabe Januar 1860".

Portostufe für Briefe bis 30 Meilen gem. Tarif vom 1.9.1861.

 

  

    

 Rückseite mit der Adresse, Datum und Trockensiegel der Firma.

Daneben der Einkreisausgabestempel Frankfurt vom 7. Januar 1862

sowie handschriftlicher Vermerk gleichen Datums.

 

 

 

Thurn und Taxis Markenausgaben

 Thurn und Taxis Nummernstempel 66 Schmalkalden

 Verwendungszeit 1.1.1853 bis 30.6.1867

 

Brief an die Redaktion der Dorfzeitung in Hildburghausen

   

  

  Einkreisstempel Schmalkalden ohne Jahr, Nummernstempel 66

auf 1 Sgr. karminrot, Ausgabe Juli 1865 mit farbigem Durchstich.

Auf der Rückseite Zweikreisausgabestempel Hildburghausen.

 

Portostufe für Briefe bei Entfernungen von  3 – 15 Meilen

gem. Tarif vom 1.9.1861.

 

  

 

 Leseabschrift:

  

Schmalkalden den 4.2.1866

 

Sehr geehrter Herr Redakteur!

 

Da durch Ihre werthe Zeitung schon viele Käufe und Verkäufe bewirkt wurden,

so wende auch ich mich mit vollem Vertrauen an Sie,

und bitte Sie gefälligst, etwaige Reflektanten (Interessenten) an mich zu verweisen.

Ich ersuche Sie nachstehenden Verkauf 3 mal wöchentlich eine Bekandmachung, in Ihrer werthen Zeitung einzurücken:

 

In einer lebhaften Stadt Thüringens ist eine Mahlmühle mit 3 Gängen, und völliger Wasserkraft,

welche sich auch zu jeder anderen größeren Fabrikanlage eignet, wegen Kränklichkeit des Besitzers billig zu verkaufen,

die Hälfte des Kaufpreises kann gegen 5 % Zins stehen bleiben, zu erfragen in der Redaktion des Blattes.

 

Es grüßt Sie achtungsvoll

Mahlmüller Bernard Walther

Wiesenmühle - Stadt-Schmalkalden

 

 

 

 

 

Nachverwendete Thurn und Taxis Poststempel

 

 

Das ist die Bezeichnung für Poststempel ehemals selbständiger Postverwaltungen,

die bei neuen Postverwaltungen weiterverwendet wurden.

 

 

 

 

Preußen – Norddeutscher Postbezirk

 

Am 1. Juli 1867 übernahm Preußen die Post von Thurn und Taxis.

Schmalkalden wurde preußisches Postamt und der OPD Kassel zugeteilt.

Es folgten der Norddeutsche Postbezirk und die Post des Kaiserreiches.

 

 

 

Nachverwendeter Thurn und Taxis Stempel auf NDP Marke.

Portostufe für Briefe bis 1 Loth/15g.

 

 

 

Kaiserreich

 

2 ½ Groschen war die Gebühr für Eilzustellung im Ortsbereich

gem. Postgebühren-Tarif vom 1.1.1868 bis zum 31.12.1874

 

 

   

 Taxisstempel auf 2 ½ Gr. „Großes Brustschild“ – Ausgabe 1. Juni 1872

 

 

 

 

 Faktura der Ahlenfabrik Concordia in Schmalkalden

  

 

Nachverwendeter Thurn- und Taxis Stempel vom 22.3.1872

auf  nach Flensburg

 

 

Firmenmitteilung 1882 betreffend Übernahme

der liquidierten Firma Möller-Maeder & Co.

durch nunmehr Möller & Nothnagel Schmalkalden

  

 

  

 Thurn und Taxis Einkreisstempel vom 17.4.1882 auf 5 Pfennig Deutsche Reichs-Post.

Brief-Drucksache nach Gothenburg/Schweden an Paul Berghaus (1845-1911),

Sohn eines deutschen Waffengroßhändlers. Er gründete ebendort 1868

ein Unternehmen zur Werkzeugherstellung- und Handel.

 

5 Pfennig war die Auslandsgebühr für Drucksachen gem. Tarif vom 1.1.1875 bis 31.3.1900

 

 

 

 Schmalkalden – Gothenburg

 

Firmenkarte 1886 über ein Angebot von Kardätschen und Striegel

Als Kardätsche bezeichnet man eine feine Bürste zum Reinigen und Glattstreichen.

Ein Striegel dient zur Pferdepflege. Damit wird das Fell gegen den Strich gebürstet.

 

 Thurn und Taxis Einkreisstempel vom 8.1.86 auf 5 Pfennig Deutsche Reichs-Post auf Postkarte

nach Gothenburg an Paul Berghaus (1845-1911), Sohn eines deutschen Waffengroßhändlers.

Er gründete 1868 ein Unternehmen zur Werkzeugherstellung- und Handel.

 

5 Pfennig war die Auslandsgebühr für Drucksachen gem. Tarif vom 1.1.1875 bis 31.3.1900

 

 

 

 

Schmalkalden – Näherstille – Suhl

 

Nachverwendeter Thurn und Taxis Einkreisstempel auf Postzustellungsurkunde

des Amtsgerichts Suhl ab Schmalkalden nach Näherstille bei Steinbach-Hallenberg.

Dieser Ort ist heute Stadtteil von Schmalkalden und hat seinen Namen vom Fluß Stille,

der im Ort in die Asbach mündet.

 

 

 

Die Zustellung am 28. Februar 1885 bestätigte der Postbote Rodenstein.

Rückseitig ist der Ausgabestempel von Suhl abgeschlagen.

 

 

 

 

 

 

 

Reichspoststempel - Schmalkalden

 

 

Einkreisstempel

 

V- und N- Typen für V=Vormittagsaufgabe – N= Nachmittagsaufgabe

Verzierung in Form von zwei Sternen – ohne UB (Unterscheidungsbuchstaben)

 Eingangsstempel Luzern Brf. Dist. (Briefverteilung) 29.4.97

 

 

 

 

 

 Gebrüder Scheller Werkzeugschränke – Kindergartengeräte 

 

Leseabschrift

Tit. Laur. Weber Wwe. Luzern

 

Wir empfingen Ihr Gestriges (Schreiben) vom 21. und

haben uns Ihren gefl. Auftrag nach Specifica-

tion zur Lieferung f. August u.  dem-

nach vorgemerkt. Das gewünschte Cache

375/2 werden wir Ihnen bis Ende

November zugängig machen, und

empfehlen uns Ihnen

Hochachtend

 

 

 

Wie vorher Reichspost - Einkreisstempel Schmalkalden

vom 4.8.97 auf Reichspost Ganzsache

 

 Eingangsstempel Maastricht 5 Aug 97 – dort kleiner Bestellgangsstempel.

 

 

An Firma Du Moulin-Lambriex Holzhandel Maastricht

 

  

  

Lesser & Beck Werkzeuge-Holzwaren

Leseabschrift:

Wir hatten das Vergnügen Herrn Alfred Brack gestern

bei uns zu sehen, derselbe sagte Sie würden von den Ihnen

bemusterten Hobeln 137/32 cm 6Pfd. 50 Stück bestellen,

wenn wir den Preis noch etwas ermäßigen könnten.

Das äußerste, was wir bei einer Abnahme derar-

tiger Posten thun können, würde sein, daß wir

den Preis M 18,- mit 25% Rabat + 2% Skonto ab

Fabrik gegen Tratte 30 Tage stellen, aber nur

wenn sofortige Bestellung auf spätere Lieferung

sofort erfolgen könnte. Wir bitten um umgehenden

Bescheid. Hochachtend

 

 

 

Wie vorher Reichspost - Einkreisstempel Schmalkalden vom 25.4.98

Eingangsstempel Maastricht 26 Apr 98 – dortiger kleiner Bestellgangsstempel

 

An Firma Du Moulin-Lambriex Holzhandel Maastricht

 

 

 

 Firma Mäder & Müller: Ahlen – Nagelheber – Meisel 

Leseabschrift:

 

Die gütig bestellten Waren kommen

nächsten Donnerstag voraussichtlich, aller-

spätestens aber nächsten Samstag zum

Versand.

Bis dahin bitte deshalb um Geduld.

Hochachtend

 

 

 

Bahnpost Schmalkalden – Brotterode

 

Ellipsen-Bahnpoststempel vierzeilig ohne Steg

auf „Einwandfrei Infla-Berlin“ geprüfter  15 Pfg. Freimarke Germania

der Ausgabe Mai 1917 auf Brief vom 11.2.1918.

 

 

 

 

 

Stumpf ovale Ellipsen-Stempel der Bahnpost

 

Mit Verfügung Nr. 93 vom 21. September 1883 wurden die stumpfovalen Bahnpoststempel im Deutschen Reich eingeführt und lösten die dreizeiligen Textstempel ab. Bis zum Ende der 1880er Jahre kam es so zu einer einheitlichen Stempelform für die Bahnpost im gesamten Reichspostgebiet. Diese Stempel, zum Teil mit abgewandeltem Innenteil, blieben quasi bis zum Ende der Bahnpost in Gebrauch.

 

Die Bahnstrecke Schmalkalden–Brotterode verband die beiden Städte Schmalkalden und Brotterode. Die  Anschlußstrecke der Kreisbahn nach Kleinschmalkalden endete bzw. begann im dortigen Kopfbahnhof. Die Strecken wurden 1892 eröffnet. Der Personenverkehr wurde im Dezember 1994 eingestellt. 

Kleinschmalkalden liegt im Tal der Schmalkalde, die unserer Partnerstadt den Namen gab. Sie liegt  nördlich der Stadt Schmalkalden am Südwesthang des Thüringer Waldes. Seit 2006 gehört der Ort mit rund 1500 Einwohnern zu Floh-Seligenthal. Hier werden Glocken, Kleineisenwaren und Werkzeuge produziert.

 

 

 

Weimarer Republik - Zweikreisstempel

 

Kreisstempel mit Gittersegment Schmalkalden vom 18.9.19 auf 10 Pfg. Sondermarke

zur Eröffnung der Nationalversammlung in Weimar, Sinnbild “Baum“. 

 

 Ansichtskarte nach Schönstedt Kreis Langensalza im heutigen Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

 

 Leseabschrift partiell: 

Grüße herzl. H. u. Fr. Patorra. Kuß auch Vater. Deinen Brief vom Montag erhalten.

Hast Du meinen Rundbrief noch nicht erhalten, der von Kind zu Kind wandern sollte?

Darin steht doch alles, worüber Du fragst, auch, daß du in den Ferien herkommen darfst.

Es ist jetzt sicher, daß wir die Wohnung bekommen, Anf. Okt.

Ich habe Dienst & Arbeit, z.B. Dienstag & Donnerstag, 3 Stunden Kaufmannsunterricht,

45 Kn. (Knaben) & 46 M. Größere Ausflüge mache ich erst, wenn Ihr hier seid.

Der Garten ist wunderschön der uns gehört, ein ganz kleines Stück.

 

 

Notgeld Schmalkalden

 Themen aus der Iwein Sage in sechs Bildern

 

 

 

 

 

Iwein ist ein um das Jahr 1200 in Versen verfasster mittelhochdeutscher

Artusroman von Hartmann von Aue.

Iwein, Held des Romans, ist einer der Ritter der Tafelrunde am Hof König Artus.

 

Im Hessenhof in Schmalkalden sind in einem Gewölbekeller Illustrationen mit 23 Szenen erhalten,

die aber für Besucher unzugänglich sind. Im Gewölbekeller unter der Schloßkirche

vom Schloß Wilhelmsburg befinden sich bild- und größengleiche Kopien.

 

 

 

Quellennachweis

Stadt Schmalkalden

Bebilderung eigene Sammlung/Exemplum