E D M U N D       R U M P L E R

  

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Edmund Rumpler war gebürtiger Wiener (4. Januar 1872). Nach dem Studium auf der Technischen Hochschule Wien und praktischer Arbeit in verschiedenen Fabriken Österreichs wurde Rumpler 1898 Bürochef in der Allgemeinen Motorwagen-Gesellschaft und 1900 in der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Als Oberingenieur 1902-05 bei den Adler-Werken in Frankfurt am Main konstruierte er den Adler-Motor und den Adler-Wagen. 

 

 

 

 

In Berlin errichtete er 1908 eine Luftfahrzeug-Bauanstalt - seit 1917 die „Rumpler-Werke-AG“. 1910 startete die erste „Rumpler-Taube“, deren Aeolus-Motor Rumpler selbst konstruiert hatte. Es war das an allen Fronten gefürchtete Flugzeug des I. Weltkrieges. Das Flugzeug wurde als Aufklärer und wegen seiner Fähigkeit, 8000 m zu steigen, berühmt. Mit diesem Apparat wurde auch der erste große Überlandflug in Deutschland bewältigt. Es folgte die Produktion verschiedenster Typen.

 

 

 

Sammelbild für Continental-Gummiprodukte und Abbildung der Rumpler-Taube über Dresden.

Im Jahre 1916 hatten die Rumpler-Werke Berlin eine Zweigniederlassung in Augsburg,

die Bayerischen Rumpler-Werke AG gegründet. Aus den Rumpler-Werken

entwickelten sich die Bayerischen Flugzeugwerke und später die Messerschmitt AG.

 

 

Nach der Einschränkung der deutschen Flugzeugproduktion durch den Versailler Vertrag wandte sich Rumpler einstweilen wieder dem Automobilbau zu. Im Jahre 1919 baute er das „Tropfen-Auto“ (s. Chronik), und auf der Berliner Automobil-Ausstellung 1926 zeigte er das von ihm erdachte erste Auto mit Vorderachsenantrieb. Zuletzt mit dem Entwurf eines großen transatlantischen Flugzeuges beschäftigt, mußte Edmund Rumpler nach 1933 seine Arbeiten einstellen. Er starb am 7. September 1940 in seinem mecklenburgischen Landhaus in Neu-Tollow.
 

 

 

Rumpler Chronik in Bildern