A N T O N     G R I G O R J E W I T S C H    R U B I N S T E I N

 

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 Sonder-Briefmarken-Ausgabe der Sowjetunion von 1954

 zum 125. Geburtstag des Komponisten, Dirigenten und

    Klaviervirtuosen Anton Grigorjewitsch Rubinstein

 

 

Anton Grigorjewitsch Rubinstein wurde am 28. November 1829 Wychwatinez bei Balta in Podolien geboren. Podolien  ist eine ukrainische Landschaft zwischen dem Dnestr und dem Bug, eine lösbedeckte Steppenplatte mit zerschnittenen tiefen Tälern.

 

Er gab mit neun Jahren sein erstes öffentliches Konzert in Moskau und war der gefeiertste Klaviervirtuose seiner Zeit. 1848 kehrte er von einem Studienaufenthalt in Deutschland nach Rußland zurück. Zahlreiche Konzerttourneen in das westliche Ausland brachten ihm das Signum „Titan der Klaviatur“ ein. 1872 besuchte er Amerika und gab dort 215 Konzerte.

 

Rubinstein war Leiter der St. Petersburger Russischen Musikgesellschaft und  Direktor des von ihm gegründeten Kaiserlichen Konservatoriums ebendort, an das er hauptsächlich Lehrer aus dem westlichen Europa berief.  Rubinstein stammte aus einer der deutschen Kultur zugeneigten Familie. Er übersiedelte 1891 nach Dresden, wo er bis kurz vor seinem Tode blieb.

 

Sein meisterhaftes Klavierspiel, eine Verbindung von Farbigkeit, Ausdruckskraft und Anschlagkultur, überwog seine Leistungen als ganz der Romantik verschriebener Komponist.  Rubinsteins Werkverzeichnis weist Kompositionen aus allen Musiksparten auf, darunter eine Anzahl von Opern, von denen das Werk „Der Dämon“ (1875) das erfolgreichste war. Einige Titel wie die Opern „Der Turm von Babel“ (1870), „Die Makkabäer“ (1875) und „Moses“ (Prag 1894) sind jüdischen Themen gewidmet.

 

Anton Grigorjewitsch Rubinstein starb am 20. November 1894 in Peterhof bei St. Petersburg.