Großherzogtum Berg

 

Erstes Postamt in Recklinghausen

 

 

 

 

 

Nachfolger des in 1802 zum Herzogtum Arenberg umfunktionierten Vest Recklinghausen war 1811 das Großherzogtum Berg, welches vom Herzogtum Arenberg bereits 1806 das Postregal übernahm. Dafür entschädigte die großherzoglich bergische Post etwa seit August 1808 den Herzog von Arenberg. Unterschiedliche Auffassungen dazu  machten aber einen förmlichen Postvertrag notwendig.

 

Napoleon hatte nicht nur dem ohnehin schon morschen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation den Todesstoß gegeben, sondern er schnitt auch manche der alten deutschen Zöpfe ab und ebnete damit den Weg für eine neuzeitliche Entwicklung. Dazu gehörte unter anderen auch  der  Auftrag  an  die  großherzogliche  Generalpostdirektion  in  Düsseldorf,   zum 1. Januar 1809 das großherzogliche Postgebiet neu zu organisieren.

 

Der Herzog von Arenberg hatte seinen Sitz in Recklinghausen. Zudem war er mit Napoleon verschwägert und Mitglied des von Napoleon geschaffenen Rheinbundes. Da wollte man den Herzog bestens bedienen und ein günstiges Klima für den erwähnten Postvertrag schaffen. Die Generalpostdirektion (GPD) kam daher dem vom Herzog noch gar nicht ausgesprochenen Wunsch, eine Postexpedition in seiner „Landeshauptstadt“ zu errichten, zuvor. Der französische Postfachmann und Generalpostdirektor du Preuil richtete in diesem Zusammenhang zum 1. Januar 1809 eine großherzoglich bergische Postexpedition in Recklinghausen ein. Die Recklinghäuser verdanken also dem französischen Kaiser die erste ständige Posteinrichtung in ihrer Stadt.

 

 

 

Recklinghausen

Gemälde des Altmarktes

um 1809 mit Postkutsche

 

 A stage coach in the old market place in 1809

 Vieux Marché  en 1809 avec diligence

 

 

 

Bereits 1808 kamen Überlegungen zur Eröffnung eines Postbüros in Recklinghausen auf. Aus dieser Zeit resultiert auch die Bewerbung Engelbert Franz Jakob Weseners, dem dann am 1. Januar 1809 nach langem Hin und Her die Stelle des Postexpediteurs übertragen wurde. Wesener wurde am 18. Mai 1786 in Dorsten geboren und starb am 12. März 1810 in Recklinghausen. Nachfolger wurde sein Bruder Gottfried.  Beide stammten aus einer im Vest Recklinghausen angesehenen Familie.  Mitglieder dieser Familie wirkten als  Beamte oder Richter. In Recklinghausen residierte z.B. der geistliche Rat Wesener und in Horneburg war Bernhard Wesener Postbeamter und Leiter der dortigen Postanstalt.

 

Die GPD stellte  vorbereitende Ermittlungen an, um Recklinghausen und Schloß Berge bei Buer auf zweckmäßige Weise an das Netz der Postverbindungen anzuschließen.  Schloß Berge deswegen, weil dort der Statthalter des Herzogs, Graf Westerholt-Gysenberg, residierte. Der Herzog Prosper Ludwig hielt sich meist in der Weltstadt Paris auf. Zum 10. November 1808 forderte die GPD einen Bericht vom Postamt Dorsten an, wie groß der Umweg sein würde, wenn der Postillion zukünftig über Recklinghausen reiten würde. Schon am 13. November 1808 gab die GPD diesem Postamt Weisung, ab 1. Januar 1809 den Postillion über Recklinghausen reiten zu lassen. Eine bemerkenswert schnelle Entscheidung, die auch heute noch manchen Entscheidungsträger erblassen läßt.  Als besondere Aufmerksamkeit für den Grafen von Westerholt - Gysenberg wurde ein Botenkurs zweimal wöchentlich zwischen Recklinghausen und Dorsten eingerichtet, der auch Haus Berge berührte und ihm so bessere und bequemere Postverbindungen mit seinem Herzog in Paris und dessen Regierung in Recklinghausen verschaffte. 

 

Wesener bekam am 22. Dezember 1808 seine Anstellungsurkunde und wurde von der GPD angewiesen, sich sogleich in Recklinghausen um ein für den Postbetrieb geeignetes Dienstlokal zu bemühen. Sein Gehalt wurde auf 100 Taler bergisch festgesetzt und gegenüber seinen bisherigen Bezügen als Postsekretär in Dorsten verdoppelt. Die neue Postexpedition wurde dem Postamt in Dorsten zugeteilt, dem schon die Postexpeditionen in Ahaus, Borken, Dülmen, Haltern, Horneburg und Marl unterstanden. Die Postexpedition führte im ersten Semester des Jahres 1809 noch keinen eigenen Poststempel. Die Ortsangabe mußte daher auf die abzusendenden Briefe handschriftlich angebracht werden. Ein Dienstsiegel wurde jedoch beschafft und am 24. Dezember 1808 nach Recklinghausen übersandt. Erst Mitte 1809 taucht der erste Recklinghäuser Poststempel, ein einzeiliger bergischer Briefstempel, auf.

 

 

Bergische Briefstempel (Textstempel)

 

Nachdem im Sommer 1808 klar geworden war, daß die großherzoglich bergische Post auch nach dem Weggang Murats weiter bestehen würde, bestellte die großherzoglich bergische Generalpostdirektion in Paris 1808 neue Stempel und Siegel. Den großherzoglich bergischen Postämtern und Expeditionen wurden im Laufe des Jahres 1809 die einzeiligen bergischen Briefstempel ausgehändigt. Die Directions/Postämter bekamen u.a. einen Ortsstempel, einen Stempel "PP" für bereits frankierte Briefe und Chargé  für Einschreiben. Damit konnten die wichtigsten Angaben über die Herkunft und Gebührenbehandlung der eingelieferten Briefe kenntlich gemacht werden. Ohne Datum der Einführung sind die späterhin verwendeten sogenannten Rayon-Stempel (R.N.2 u.a. für Dorsten a.a.O.) noch dazugekommen.

 

Als Auflieferungsort galt für das Stempeln der Briefe der Sitz des örtlich zuständigen Postamts (Direction) als erste Aufgabe zur Post. Das galt auch für Briefe, die bei einer Postexpedition aufgeliefert wurden. Für die Gebührenberechnung sollten die Postexpeditionen ihren Ortsnamen handschriftlich  auf den Briefen vermerken, wie auf den nachfolgenden Belegen.

 

 

Großherzogtum Berg

Recklinghausen - Meppen  1809

 

 

Präsentationsvermerk 9. Merz 1809 und Trockensiegel

auf der Rückseite des links abgebildeten Briefes.

 

 Zwei portofreie Dienstbriefe nach Meppen (Herzogtum Arenberg) aus der ersten Hälfte des Jahres  1809

mit handschriftlichen Aufgabevermerken in schwarz und rot „Recklinghausen“

und bergischer Briefstempel des Leitpostamtes  Münster. 

 

Handwritten „Recklinghausen“, marks in black and red, used in the first six months of 1809,

to Meppen in Frisia (Duchy of Arenberg) over Munster with undated hand-stamp „Munster“ of the Grand Duchy of Berg.

 

Notices  écrites   „Recklinghausen“   à   la  main  en  rouge  et  noir  dans  le

1er  semestre de 1809,  à Meppen à  la frontiére du  Duché  d’Arenberg vers Münster,

avec cachet manuel non daté  du  Grand Duché de Berg „Münster“.

 

 

Mit dem Eifer des Anfängers, der Wesener eigentlich nicht war, versuchte er sich und dem bergischen Postwesen Geltung zu verschaffen. Das brachte da und dort Ärger. Zunächst legte er sich mit dem Vestischen Postboten an, den der Herzog von Arenberg von Kurköln übernommen hatte. Wesener versuchte ohne Abstimmung mit der GPD dessen Botengänge zu unterbinden. Des weiteren ließ er Briefe in Recklinghausen zustellen und verlangte eine Zustellgebühr, auch für die Post von Regierung und Statthalter. Beides wurde ihm von der GPD untersagt. Eine Zustellgebühr durfte damals verlangt werden, wenn der Briefträger nicht amtlich von der Postverwaltung bezahlt wurde. Ausgenommen davon waren Regentschaft und die herzoglichen Beamten. Vor Einrichtung der Postexpedition zahlten die Stadtbewohner für einen Brief von Recklinghausen nach Dorsten ohne Unterschied auf Größe und Schwere nur zwei Sous (Stüber), für Pakete mit dem Postwagen höchstens sechs Sous. Das hatte mit der Eröffnung der Postexpedition nun keine Gültigkeit mehr. Erst auf  entschlossene Intervention des Grafen Westerholt entschloß sich die GPD, es wenigstens für Briefe bei der alten Gebühr von zwei Sous zu belassen.

 

 

Recklinghausen - Meppen

Erster Recklinghäuser Poststempel

 

 

 

Portofreier Dienstbrief nach Meppen (Herzogtum Arenberg). Arenberg genoß im Großherzogtum Berg Portofreiheit.

Erster Recklinghäuser Poststempel (Bergischer Briefstempel) in schwarz und Poststempel des Leitpostamtes

Dorsten vom 20. Juni 1809. Absender lt. Siegel auf der Rückseite war das

"Herzoglich Arenbergische Appellationsgericht" (Berufungsinstanz) in Recklinghausen.

 

Letter with the first post-mark of Recklinghausen (undated handstamp of the Grand Duchy of Berg)

and an undated handstamp of „Dorsten“, to show the route. Dated 20. June 1809 to Meppen in Frisia, Duchy of Arenberg.

 

Lettre avec  la premiere marque postale de Recklinghausen, de Recklinghausen (Cachet manuel non daté du Grand Duché de Berg)

et cachet manuel de Dorsten du 20 juin 1809 á Meppen (Duché d’Arenberg/au-dessus de Departement de l’ Ems).

 

 

 

 

 

Leseabschrift

Der Briefinhalt wurde wortgetreu übernommen

 

 

Nicht einmal vier Jahre blieb Gottfried Wesener bergischer Postexpediteur in Recklinghausen. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig ging Napoleons Herrschaft in Deutschland rasch zu Ende. Am 11. November 1813 erschienen die ersten preußischen Truppen im Vest Recklinghausen, nachdem tags zuvor die letzten Franzosen die Stadt Recklinghausen verlassen hatten. Am 12. Dezember 1813 wurde das Vest vorläufig Preußen überlassen. Die Posteinrichtungen im ehemaligen Herzogtum Arenberg übernahm zunächst die Thurn und Taxissche Post. Gottfried Wesener wurde nun Thurn und Taxisscher Postwärter mit einem Gehalt von 121 Talern, 21 Silbergroschen und 1 Pfennig jährlich.

 

 

 

Postwärterstempel Recklinghausen

in Verbindung mit dem bergischen Einzeiler

des Leitpostamts Dorsten auf austaxierter Briefhülle

nach Wocklum, heute Ortsteil von Balve im Sauerland.

Recklinghausen gehörte während der bergischen Zeit zum

Postamt/Directions Dorsten.

 

Der Brief ist mehrfach taxiert, vom Aufgabeort zum Leitpostamt,

dann bis zur Grenze zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt

und für die Reststrecke über die Lehenspost Thurn und Taxis

im Großherzogtum Hessen-Darmstadt.

 

 

Herrn

Herrn J. Elsing Wohlgebeohren

auf dem Eisernen Hammer

zu Wocklum

zwei Stunden oberhalb Menden

per Dortmund.

 

Der Eiserne Hammer, auch Wocklumer Hammer/Luisenhütte war eine Hochofenanlage.

 Der Bau einer Eisenhütte durch die Familie von Landsberg ist für das Jahr 1748 belegbar.

Sie erweiterten auch das Werk. Dennoch wurde die Hütte im Zuge des Eisenbahnbaus,

wie viele andere Hütten im Sauerland, 1865 stillgelegt.

 

 

 

Großherzogtum Berg

 Posteinlieferungsschein

 

Auf dem mit Ortsvordruck gefertigtem Schein war zugleich der Name des Postexpediteurs angegeben.  Zur Zeit der Ausstellung des Scheines war Engelbert Franz Jacob Wesener Chef der Postexpedition Recklinghausen. Geboren wurde Wesener am 18. Mai 1786 in Dorsten. Er verstarb in Recklinghausen am 12. März 1810.  Nachfolger  wurde sein Bruder Gottfried.

 

 

  Posteinlieferungsschein 1809 zum Nachweis über die Einlieferung

einer Geldsendung nach Frankfurt am Main. Der vorliegende Einlieferungsschein ist der

älteste bekannte Schein aus Recklinghausen über eine Geldsendung im Großherzogtum Berg. 

 

Registration card for an money letter from Recklinghausen to Frankfurt,

the only known of the Grand Duchy of Berg used in Recklinghausen in 1809.

Rècèpissè de Grand Duchè de Berg pour une lettre chargèe de monnaie de Recklinghausen à Frankfurt,

unique pièce de Recklinghausen de 1809.

 

 

 

Am 1. Februar 1814 befahl der König von Preußen, die preußischen Postanstalten, die im Jahre 1806 in den damals französisch gewordenen Gebieten bestanden, wieder einzurichten. Im Vest waren das die preußischen Postanstalten in Dorsten, Horneburg und  Marl.  Zur  Versorgung   dieser   Postanstalten   richtete  die  preußische  Post   am  1. Juli 1814 eine Botenpost von Dorsten über Marl, Recklinghausen und Horneburg nach Dortmund ein. Die Expedition dieser Botenpost in Recklinghausen besorgte Wesener zunächst unentgeltlich. Der preußische Postmeister Saerberg in Dortmund machte am 24. Oktober 1815 den Vorschlag, in Recklinghausen, „einem Orte von 2000 Einwohner, wo bereits ein  Thurn und Taxissches Postwärteramt besteht, ein königliches Postwärteramt einzurichten“. Der Vorschlag wurde aber einstweilen nicht realisiert.

 

Der Wiener Kongreß sprach Preußen das Vest Recklinghausen zu. Durch königliches Patent vom 21. Juni 1815 wurde das Ländchen endgültig mit Preußen vereinigt. Durch den Vertrag vom 4. Juni 1816 zwischen Preußen und Thurn und Taxis gingen alle Posteinrichtungen   im   Vest   an  Preußen über. Zum  Zeitpunkt  des  Übergangs,   dem 1. Juli 1816, wurde Gottfried Wesener preußischer Postwärter und als solcher dem Postamt in Dortmund unterstellt.

 

Die Postexpedition Recklinghausen gebrauchte während der Thurn und Taxisphase von 1813-1816 die alten bergischen Briefstempel. Auch die preußische Post benutzte nach Übernahme des Postregals von Thurn und Taxis  bis 1825 diese Stempel, die als preußische Postwärterstempel  bezeichnet werden.

 

 

Recklinghausen - Reck

bei Hamm an der Lippe

 

1 8 0 9

 

Im 16. Jahrhundert erhielt das Anwesen den Namen Haus Reck. Die Herren des Hauses hatten über mehrere

Jahrhunderte das Drostenamt über Unna und Kamen inne. An den Portalen befinden sich noch heute

erneuerte Doppelwappen mit Hinweisen auf den Namen derer von Recke.

 

 

 

Adressat des Briefes war der vertrauliche Ratgeber des Absenders:

Baron/Freiherr Senfft von Pilsach auf Haus Reck bei Hamm.

Dieser hatte das Haus Reck von 1787 bis 1821 in seinem Besitz.

 

Bergische Einzeiler Recklinghausen (rot) und Dortmund (schwarz) mit handschriftlichem Leitvermerk

per Lünen et Unna auf austaxierter Briefhülle (8 Stüber bezahlt).  Brief ungefähr aus der zweiten Hälfte 1809.

Dieser verbogene Stempel zeigt erste Anzeichen eines frühen  Verschleißes.

 

Wrapper with undated handstamps „Recklinghausen“ (red) and „Dortmund“/head post-office (black),

handwritten notice over Lünen et Unna to  Reck, near Hamm, circa fifty kilometres (30 miles) to the east of Recklinghausen.

Postage of 8 Stüber (like Pfennig) was paid. The addressee was the  solicitor Baron of Senft, second half of 1809.

 

Envelope avec marques postales de Grand Duché de Berg Recklinghausen et Dortmund (bureau conduite) à Reck,

un petit chateau prés de Hamm/Westfalie de l’ est, du deuxiéme seméstre de  1809 environ,

avec  Taxe payeé de  „8 Stüber“ (Centimes/Pfennige).

 

 

 

Recklinghausen - Reck  bei  Hamm  an  der  Lippe 

 1 8 1 0

 

   

Bergischer Briefstempel und der seltene P.P. Stempel (port payé/Porto bezahlt)

sowie handschriftlicher Leitvermerk „per Hamm“  auf zierlichem Damenbrief

an den vertraulichen Ratgeber/Rechtsbeistand  Baron von Senfft,

Gutsherr auf Haus Reck bei Hamm an der Lippe. Der "P P" Stempel

wurde der Postexpedition Recklinghausen am 3. November 1809 ausgeliefert.

 

 

Undated hand-stamp „Recklinghausen“ and the rare „P.P.“ mark (postage paid)

with handwritten mark „per Hamm“

on a letter to the Baron of Senft, solicitor, at Reck,

a castle near Hamm on the river Lippe,

circa 50 kilometres (30 miles) to the east of Recklinghausen.

 

Cachet et marque postale de Recklinghausen, et trés rare PP (port payé)

avec une notice écrite à la main „per Hamm“.

Une gentille lettre d’ une dame du baron de Senft

à chateau Reck prés de Hamm,Westphalie de l’ Est.

 

 

 

Recklinghausen   -   Münster

 

     

Bergischer Einzeiler Recklinghausen mit Punkt am Zeilenende und  Bergischer Poststempel des Leitpostamtes Dorsten 

an die Hochlöbliche Großherzogliche - Bergische Regierung zu Münster. Absender lt. Siegel war das

Herzoglich Arenbergische-Districts-Gericht zu Recklinghausen (Verwendung des Stempels nachgewiesen  in  1810).

 

Wrapper with  single line undated handstamps „Recklinghausen“ (with full stop after the name) and „Dorsten“

to the Administration of the Grand Duchy of Berg in Munster, the capital of Westfalia.

Sender was the Court of Justice of the Duchy of Arenberg in Recklinghausen, no date.

 

Marques postales en rouge de Recklinghausen (avec point aprés le nom) et Dorsten (bureau principal)

pour Münster (capitale de la Westfalie). Expéditeur : Palais de Justice d’Arenberg - Destinataire:

Administration de Grand Duché de Berg à  Münster.

 

 

 

Recklinghausen   -   Paris 

1 8 1 0

 

 

 Roter Bergischer Einzeiler Recklinghausen mit Punkt am Zeilenende und  roter Bergischer Briefstempel des Leitpostamtes Dorsten.

In blau ist der Rayonstempel R.N.2. (2. nördlicher Rayon) des bergischen Hauptpostamtes in Düsseldorf  beigesetzt.

Rückseitig in rot der Ausgabe bzw. Eingangsstempel von Paris. Vorderseitig diverse Gebührenvermerke in rot.

Der Brief aus dem Jahr 1810 war an einen Herrn Daniels,

Amtsvertreter und Generalbevollmächtigter am Obersten Gerichtshof in Paris bestimmt.

 

Wrapper with single line undated handstamps „Recklinghausen“ (with full stop behind the name) and „Dorsten“, both in red,

to the Administrator of the High Court in Paris, 1810. “R.N.2., blue transit taxation stamp from the main-post office in Düsseldorf.

On back a red arrival stamp from Paris. Unpaid taxations in red at the front side.

 

Marques postales en rouge de Recklinghausen (avec point aprés le nom) et Dorsten (bureau principal) á Paris sur lettre de 1810,

et marque postale taxé R.N.2., Rayon Nord 2 en bleu, une marque postale

de Poste Central de Grand Duche de Berg de Düsseldorf, pour le passage de la frontière à l’Empire français.

Taxes diverses en rouge impayeés sur lettre, á revers une marque postale de bureau des entrées de Paris.

 

 

Quellen

Anderson, Hans-Joachim: Die Bezeichnung der Poststempelformen

Archive folgender Städte halfen mit Angaben:

Münster, Haltern, Dorsten, Rees, Gießen,

Meppen, Dülmen, Recklinghausen  Stadt/Kreis, Bistumsarchiv  Münster

Burghardt, Dr. Werner,  Stadtarchivar und Herausgeber

des Vestischen Kalenders, Recklinghausen

Dorider, Dr. Adolf: Geschichte der Stadt Recklinghausen

Fleitmann, Wilhelm  Postgeschichte Recklinghausen

Mainczyk, Karl Heinz:  Slg. Stadt Recklinghausen - Heimat postalisch -

Stadt Recklinghausen - Vestische Kalender