Prosper Hospital Recklinghausen

Obligation zur Krankenhaus-Finanzierung

 

 

 

Obligationen sind Schuldverschreibungen, die das Recht auf Rückzahlung

des Nennwerts zuzüglich einer Verzinsung verbriefen.


 

  

Recklinghausen Fremdwährungsanleihe für das neue Prosperhospital an der Hohenzollernstraße

von 600.000 fl. mit anhängenden Coupons. Faksimile-Unterschriften für das Kuratorium:

Pfarrer Johannes Rölfing, Oberbürgermeister Sulpiz Hamm (OB 1919-1931) und Chefarzt Dr. Christoph Kirschner.

 

 

Am 23. Juni 1848 rief Herzog Prosper Ludwig von Arenberg eine Stiftung zur Errichtung und Führung eines Krankenhauses in Recklinghausen ins Leben. Ein Jahr nach Gründung der Stiftung nahm das später nach seinem Stifter benannte Haus den Betrieb auf. Es wurde von zwei Clemensschwestern aus Münster betreut. König Friedrich Wilhelm von Preußen verlieh dem Prosper-Hospital die Rechtspersönlichkeit einer Stiftung.

 

Mit dem Einzug des Kohlebergbaus in Recklinghausen wurde das Prosper-Hospital zu klein. Es mußte daher seit 1889 immer wieder erweitert werden. 1927 begann man mit dem Bau des neuen Prosper-Hospitals an der Hohenzollernstraße. Das Bauland dafür hatte Herzog Engelbert Maria von Arenberg, der Enkel des Krankenhausstifters, geschenkt. Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg verzögerten den Bau des Hauses jedoch. Es konnte erst 1944 bezogen werden. Auch dieses Haus wurde mittlerweile durch einen Neubau an der Mühlenstraße ersetzt.

 

 

Der projektierte Neubau des Prosper - Hospitals Südseite

 

 

Das Prosper-Hospital in Recklinghausen hatte 1928 beschlossen, zur Finanzierung der Baukosten des Hospitals an der Hohenzollernstraße  eine Obligationsanleihe in Höhe von 600.000 holländischen Gulden aufzunehmen. Die "Namlooze Vennotschaap Maatschappij voor Trust- en Adminstratiezaken" zu Amsterdam sollte als Treuhänderin fungieren. Vorgesehen war eine Laufzeit von 15 Jahren (1928-1943) mit halbjähriger  Zinszahlung. Die Bedingungen des Trustaktes wurden am 30. Juni 1928 gezeichnet und notariell aufgenommen vor dem Notar O. Neuhaus in Recklinghausen am 15. Juli 1928. Verausgabt wurden keine Obligationen. Die Transaktion kam, aus welchen Gründen auch immer, nicht zustande. An den Finanzierungsversuch erinnert  die originelle Muster-Aktie.

 

 

Moderner Frankierbeleg

 

 

 

"Frankit" ist ein neuer technischer Standard der Deutsche Post AG für Frankiermaschinen. Gegenüber herkömmlichen Frankiermaschinen ändert sich im wesentlichen,

das der Frankierabdruck zukünftig einen digitalen 2-D Barcode mit verschlüsselten Informationen enthält. Der Weg zum Postamt zwecks Aufladung des Guthabens entfällt

und wird über das Internet geregelt. Die alten Freistempelmaschinen laufen aber parallel weiter. Auch das Prosperhospital hat sich dieser technischen Neuerung bedient.

 

 

Altes Prosper Hospital Kemnastraße, heute Kinostandort.

 

Portofreie Feldpostkarte nach Altena. Adresse Lazarett Prosper-Hospital, Kemnastraße.

Text u.a. mit Grüßen an die Familie und mit der Bitte um Antwort.

Einkreisstempel Recklinghausen 1, Stern, UB B, Vormittagstype.

 

 

 

 

Links Altes Prosperhospital Kemnastraße 1963 ohne Mauer,

Prosperhospital neu Hohenzollernstraße 1964 (beide abgerissen)

 

 

 

Quellen

 

Prosper Hospital Geschichte des Hauses

Dari 1928 Foto ohne Quelle

Auktionsbeschreibung

Bankenlexikon

Bebilderung Eigenmaterial