Preußen

Postwärterstempel ab 1816

 

 

 

 

1816 übernahm die Post Preußens endgültig das Regiment im Raum Recklinghausen von Thurn und Taxis.

 

Im engeren Sinne beschäftigt sich die nachfolgenden Sammlungen mit den in Recklinghausen verwendeten Poststempeln auf den entsprechenden Briefschaften. Des weiteren mit der Post- und Heimatgeschichte des Ortes rund um die abgebildeten Belege. Waren also in den Bänden I-II bis 1813 noch die Posthoheiten oder politischen Hoheiten für die Beschreibung der Belege maßgebend, so sind ab 1816 für die preußische Post die  Poststempel Richtschnur.

 

Es ist immer wieder festzustellen, daß alte Poststempel bei Ausgabe neuer Poststempel weiterverwendet oder nach Jahren und Jahrzehnten wieder in Gebrauch genommen wurden. Oder es tauchen Poststempel auf, die nur im Innendienst Verwendung fanden. Das macht dieses Sammelgebiet so reizvoll. 

 

Dem interessierten Sammler oder Leser wünsche ich ein angenehmes Studium meiner Ausarbeitungen.

  

Karl Heinz Mainczyk

 

 

 

Historische Daten

 

Seit dem 10. August 1816  gibt es den Kreis Recklinghausen. Er war der größte Landkreis im ehemaligen Preußen und ist heute immer noch der bevölkerungsstärkste Kreis Deutschlands. Die Stadt Recklinghausen bildete den Mittelpunkt, wenn auch die Landräte von Westerholt und sein Nachfolger Friedrich Karl Devens die Geschäfte meist von ihren Herrenhäusern führten. Geographisch gehören der Kreis und die Stadt Recklinghausen zum Münsterland. Recklinghäuser nennen ihr Land aber „Kölschland“ wegen der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zu Kurköln. Das Land über die Lippe hinaus ist das „Münsterland“ und jenes hinter der Emscher „Prüschland“.

 

„Ut´t Mönsterland kömmt wuol n´ guod Rind, mä selten ´n guod Kind“, sagt der Recklinghäuser Volksmund.

 

Der Vestische Höhenrücken, auch Recklinghäuser Landrücken genannt, durchzieht das Vest von Hamm bis Osterfeld und erreicht seinen höchsten Punkt mit dem in Recklinghausen gelegenen Fritzberg (115 m), der "unbebaubaren Frischluftschneise" für die Stadt Recklinghausen lt. Aussage eines ehemaligen Bürgermeisters von Recklinghausen. Im Süden wird das Stadtgebiet von der Emscher begrenzt, die bei Osterfeld in den Rhein mündet.

 

Das Jahr 1816 war geprägt durch eine der schlimmsten Mißernten des 19. Jahrhunderts. Dem folgte in Westfalen eine große Hungersnot, die erst 1817 überwunden war. Die preußische Regierung versuchte mit der Lieferung von Ostseeroggen und der Einführung der Kartoffel zu helfen. Im Winter 1816 lag der Roggenpreis in Westfalen fünfmal so hoch wie im Vorjahr. Die Vorräte waren aufgebraucht. Obwohl die Kartoffel seit 1740 in Westfalen bekannt ist, bilden zu Beginn des 19. Jahrhunderts Getreideprodukte wie Brot und Weizen- oder Roggengrütze die Grundlage der Ernährung. Durch Subventionierung der Kartoffel versucht Preußen die Abhängigkeit von den Getreideernten zu verringern. 

 

Recklinghausen gehörte von alters her zum Archdiakonat Dortmund. Als dort die sektirische Lehre Luthers vorherrschend wurde, trennte man im Jahre 1612 das Vest ab. Der Jahrhunderte währende kirchliche Zusammenhang mit Köln wurde dann im Jahre 1821 endgültig gelöst. Seit der Zeit gehört Recklinghausen zur Diözese Münster. Im Jahre 1822 wird der westfälische Oberpräsident  Freiherr Ludwig Vincke mit der Katastervermessung in Westfalen beauftragt. Absicht der preußischen Regierung war es, eine Reform der Grundsteuer durchzuführen und damit grobe Ungerechtigkeiten in der bisherigen Steuererhebung zu beseitigen.

 

Auf Anweisung der preußischen Regierung in Berlin werden 1825 die Marken im Emscherbruch zugunsten von Ackerbau und Viehzucht  aufgeteilt. Diese Maßnahme bedeutete das Ende der traditionellen Wildpferdezucht. Seit 1369 wurden „Emscherbrücher Dickköppe“ zur Pferdezucht verwendet. Diese ausdauernden Wildpferde lebten in Rudeln auf über 40000 Morgen Wald-, Wiesen- und Sumpfgelände. Einmal im Jahr wurde das Dorf Crange, jeweils am Laurentiustag, dem 10. August, zum Mittelpunkt des Pferdehandels. Als letzter gibt 1834 Landrat Friedrich Carl Devens die Zucht auf.

 

 

Postalisches

 

Ausgangspunkt nachfolgender Erörterungen  ist das Jahr 1816, das Einführungsjahr der Aufgabestempel in Preußen. In diesem Jahr bestand das preußische Staatsgebiet aus 10 Provinzen:  Ost- und Westpreußen, Pommern, Brandenburg, Sachsen, Posen, Schlesien, Westfalen, Cleve-Berg und Niederrhein (letztere 1824 zur Rheinprovinz vereinigt).  In dem bis 1857 mit der Krone Preußens verbundenen früheren Fürstentum Neuenburg in der Schweiz hat Preußen niemals selbst das Postregal ausgeübt; bis 1850 schweizerische Kantonspost, dann Schweizer Bundespost.

 

 

 

 

Preußen-Prussia-Prusse

 Münster – Recklinghausen

 

1. preußische Stempelform

 

Der große zweizeilige Textstempel (Langstempel nach Thalmann) zeigt in der ersten Zeile den Ortsnamen in großen lateinischen Lettern; die zweite Zeile das Datum, den Tag in Zahlen, den abgekürzten Monat in Buchstaben. In Recklinghausen kam dieser Stempel nicht zum Einsatz. Beim Postamt in Dorsten wurde diese Stempelform über Jahre verwendet.  

 

 

Paketbegleitbrief, Vorläufer der heute gebräuchlichen Paketkarte; Absender war das Preußische Oberlandesgericht

in Münster, das ab Oktober 1816 für Recklinghausen zuständig war. Empfänger von Paket und Brief

war das Königliche Land- und Stadtgericht in Recklinghausen (seit 1815). Der Brief trägt oben rechts

den seit Februar 1817 für Münster bekannten zweizeiligen Textstempel, Paket-Numerierung,

Gewichtsvermerk, Portofreiheitsvermerk und  den Hinweis auf  beiliegende Akten.

 

 

Die Briefaufgabestempel (zunächst nur für die Postämter) wurden in Preußen durch die Verfügung des Generalpostamtes (GPA) vom 23. Dezember 1816 eingeführt, der bald darauf die Ergänzungsverfügung vom 7. Februar 1817 folgte.  Diesen beiden Verfügungen ist folgendes zu entnehmen,

 

1. Einführungsverfügung vom 23.12.1816:

 

Sämtliche Arten Briefe der Postämter erhalten Aufgabestempel (mit „Ort und Datum des Abgangs“), aber nur im Verkehr mit dem Auslande,

 

2. der Ergänzungsverfügung vom 7.2.1817:

 

Die Briefabstempelung bei den  Postämtern  wird vom 1.3. d.J. an auch auf die Inlandsbriefe ausgedehnt. Auf den Briefen der Postwärterämter nach dem Auslande sollte „die Bezeichnung des eigentlichen Absendungs-Orts mit der Feder“ erfolgen, für die Inlandsbriefe war dies „nicht erforderlich“.

 

Wenn man noch hinzufügt, daß die Form des 1. preußischen Zweizeilers und schwarze Stempelfarbe  vorgeschrieben war, erschöpfen sich damit beide Verfügungen mehr oder weniger. Über die Einführung der Stempel bei den Postwärterämtern, dem damaligen Sammelbegriff für alle Postanstalten, die keine Postämter waren, sind amtliche Unterlagen nicht bekannt. Es wurden dort die vorhandenen Poststempel weiterverwendet, die bei den Postwärterämtern bereits vorlagen.  In Recklinghausen waren das bis 1824  die bergischen Briefstempel (Einzeiler).

 

 

 

Preußen-Prussia-Prusse

Postwärterstempel

Recklinghausen - Pont-a-Celles/Belgien

 

 

   

 

In rot mit 8 Stübern austaxierter, vorausbezahlter Brief aus dem Jahre 1821 von Recklinghausen nach Pont-a-Celles in Brabant/Belgien. Als Aufgabestempel diente der Recklinghäuser Postwärterei der bergische Briefstempel, der von der preußischen Post weiterverwendet wurde.

 

Handschriftliche Leitvermerke oben links in rot „Per Dorsten“ und schwarz „franco Dorsten“ á Aachen. Rückseitig abgeschlagen ist ein zweizeiliger Rechteckstempel in Schreibschrift als Grenzübergangsstempel:

 

 

Duitsch Grensk:

á Henri Chapelle

 

Dieser Brief wurde in Heinrichskapelle bei Eupen nach Belgien ausgetauscht.
 

Der jüngste Sohn Franz (geb. 1806) des Regierungsdirektors

Dr. jur. Edmund Billmann (a.a.O.) verfaßte diese Zeilen. Adressat war der Bruder

des Regierungsdirektors, Franz Billmann, Canonikus und Pfarrer in Pont á Celles (Belgien).

 

   

                                                                           

Leseabschrift des Briefes von Recklinghausen nach Pont-a-Celles

                                                                                                     

Recklinghausen

am 20ten Julius 1821

                                                                                                                                     

Wertester Oheim!

 

Lange hörten wir nichts von Ihnen und

deswegen glaubten wir,  hoffen zu dür=

fen, daß es Ihnen noch recht wohl gehe.

Ich bin so frei, und halte es auch für

meine Pflicht, einmal an Sie zu schrei=

ben, wie weit ich in den Studien fort=

gerückt sey, und wie es überhaupt mit

mir gehe. Das fünfte Jahr, welches ich

hier auf dem Gymnasium zubringe,

ist beinahe zu Ende, und ich bin in

Pöntika, worin wir einzelne Stücke

des Ovid, den Vergil und Cicero´s Briefe

lesen.  Im Griechischen, das man vor

kurzem hier zu lernen anfing, habe

ich mich bereits schon vor einigen Jahren

für mich geübt und die Konjugationen

hinter mir. Es wird also Zeit zur Standes=


 

wahl zu schreiten, und über dieses

wichtige Geschäft möchte ich gerne

mit Ihnen reden, aber - die Reise=

kosten fallen meiner Mutter zu schwer;

wäre das nicht, so würde ich, bester

Oheim, Sie mit Ihrer Erlaubnis schon

recht bald einmal besuchen. Bis auf

diese Stunde beseelte mich eine gro=

ße Lust zum geistlichen Stande und

meine Mutter wünscht es von Her=

zen, daß ich diesen erwähle. Christoph

arbeitet als Referendarius hier am Ge=

richte. Meine Mutter, und meine Ge=

schwister empfehlen sich Ihnen bestens,

und mit Ihnen der Sie, verehrtester

Oheim und Pathe, liebende

                                               Franz  Billmann

  

Leseabschrift der in lateinischer Sprache gehaltenen Nachschrift

  

 

 

Bitte gedenke meiner im Gebet,

wie Gott mir, dem größten Sünder

zum Führer wird bei der Auswahl

des Lebensweges und damit er mich

mit allen sowohl Körper-  und

Geisteskräften versieht, die ich

brauche zum befolgen der Pflichten

des ausgewählten Weges.

 

                               Franciscus Billmann

 

 

Kurz: Franziskus wählte dann doch lieber die weltliche Variante der Lebensführung!

 

 

 

 

Postwärterstempel

 

 

Weiterverwendung des alten bergischen Briefstempels durch die preußische Post auf einem Trauerbrief aus dem Jahre 1822.  Der Brief  wurde bei der Post in Recklinghausen aufgeben, da Herten keine Postwärterstelle hatte. Der Brief ist mit 3 Sgr.  „frei“ austaxiert. Oben links der Leitpoststempel von Dorsten, darunter handschriftlich „p. Rees“.

 

  

 

Adressiert war der Brief an den  Herrn Grafen von Borke, Hochgeboren zu Hüt /Hueth.

Das Schloß Hueth liegt in Rees am Niederrhein im dortigen Stadtteil Bienen.

Der Graf von Borke kaufte um 1740 Schloß Hueth.

Heute lebt dort die Familie von Wittenhorst-Sonsfeld.
 

 

Stilvoll gehaltene Trauermitteilung

 

 

 

 

Doppelkreis Versuchsstempel 

 

  

Dieser Doppelkreis-Versuchsstempel der preußischen Post wurde bei wenigen, meist größeren Postanstalten, wie hier beim Leitpostamt Dorsten, verwendet. Er war nur kurze Zeit in Gebrauch und hat sich wohl nicht bewährt.

 

Markant bei diesem Stempel: Das Datum ragt über einen Durchbruch des Innenkreises unten in den Kreisring hinein. Aufgabeort war Recklinghausen im September 1823. Die Postwärterei Recklinghausen benutzte weiterhin den alten bergischen Briefstempel.

 

 

 

 

„frei“  in rot austaxierter Brief an den Freiherrn von Hereman zu Zuydtwik

in  Münster gerichtet. Ein Ausgabestempel Münster fehlt.

 

 

 

 

Doppelkreis-Versuchsstempel

der preußischen Post


 

Dorsten war das größte Postamt im Kreis bzw. Vest Recklinghausen und zeitweise auch Leitpostamt. Die Postexpedition Recklinghausen führte diesen Poststempel nicht. Als Beispiel wird dieser gut abgeschlagene Stempel in der Recklinghäuser Abteilung zusätzlich aufgeführt, da der Name Hölting (a.a.O.) in einem anderen Zusammenhang noch genannt wird.

 

 

 

 

An Herrn               JM          Hölting

Bey    H(errn)        von   Nüy

                               in

nebst ein                               Münster

Packet                                                        frei

 

 

Der vorliegende Paketbegleitbrief wurde in Buer geschrieben und in Dorsten samt Paket aufgegeben; vielleicht wegen ersparter Gebühren oder weil das Postamt am Wege lag. Denn in Buer gab es auch eine Postexpedition zu dieser Zeit. Der Brief war mit „frei 4“ (Stüber) austaxiert und datiert vom 3. September 1823. Nachfolgend eine schreibgenaue Leseabschrift des Briefinhaltes.

 

 

 

 

 

 

Leseabschrift

                                               Buer, d. 3. Sebtember 1823

Lieber Bruder!

Deinen Brief haben wir richtig soeben erhalten

worauf ich dich jetzt gelich (gleich) andwort(e), Deinen

Brief hatt uns recht erfreudt besunders, das du in

unser nachbarschaft kömst, und auch zugleich in

eyn Haus kömst, woh du dich noch in allen ver-

folkommen kanst, ich denke oft an dich, auch für

diesen augenblick, wo du doch villeicht noch in Dein

Glück treten wirst, und auch noch erst seen wirst

das du Geld verdienen kanst, worauf wir doch so

verlegen, es ist eine so große Geldtlose Zeit das

ich es dir nicht für diesen Augenblick erklären kann

in was für eine verlegenheit wir immer sindt,

Hir sindt deine  Stiebeln  wir hätten dir gerne

Geldt dabey geschickt aber für diesen Augenblick

ist es nicht möchlich „ ende diese Monath werde

ich große Sorge tragen, das Du was bekömst,

ich will thuen was ich kann aber es ist mich

zu leidt das ich dich für diesen Augenblick

nicht helfen kann, ich binn so froh, das

wir jezt den einfältigen Jungen Meininghaus

jezt nicht vill mehr brauchen zu flatieren (schmeicheln) wir

sind ihm auch nicht vill mer schuldigt, wir

können Waaren haben ohne ihn

ich muß enden wegen die vile Arbeit, die ich

für die Kirmisse zu thuen habe,

die dich wohl bewußt ist.

 

Lebe Wohl                                                                                  

 

Deine lie(be)  Schw(ester)                                                    

 

Cath.      M.-Holting 

 

 

 

Nachschrift:

 

Die Mutter saget es fuer Adolf seine

Frau, die wäar so liebt die

sagte den konntest du oft bei Ihr

Vatter kommen und konntest da

freundschaft mit machen Sie meindt

all gut.

 

Hier ist noch etwas

1 T(aler) 55 Stüber sei

doch sparsamm

                                        


 

Postwärterstempel

 

 

Weiterverwendung des alten bergischen Briefstempels durch

die preußische Post auf einer Justizsache aus dem Jahre 1824.

 

Inliegend eine Mitteilung über das Nichterscheinen einer Person

zu einem Termin in Dorsten. Absender des Briefes war das

„Preußische Land- und Stadtgericht Recklinghausen“.

 

   

 

Rückseite Trockensiegel

„Köngl: Preuss: Land u. Stadtgericht Recklinghausen“

 

 

 

 

Handschriftliche Aufgabevermerke

 

 

Austaxierte Briefhülle nach Arnsberg aus der Übergangszeit vom preußischen Postwärterstempel (nachverwendeter bergischer Briefstempel)

bis zur Einführung der zweiten preußischen Poststempelform im Jahre 1825, Zweizeiler - Tag und Monat in Zahlen.

  

 

Auszug aus § 60  „Preußisches Portotaxregulativ“ vom 18. Dezember 1824, in Kraft ab 1. Januar 1825:

 

„Es ist die Absicht, sämtliche Postanstalten mit Briefstempeln zu versehen.

So lange solche bei Postwärtereien nicht vorhanden sind,

muß der Abgangsort und das Datum des Abgangs mit der

Feder auf jeden Brief deutlich vermerkt werden“.

 

 

 

 

 

Obwohl das Datum des Abganges von Recklinghausen fehlt - dieses zeigt der Poststempel des Leitpostamtes Dortmund, dem Recklinghausen 1825 unterstellt war (der Zweizeiler ist für Dortmund nachgewiesen für die Zeit von 1818 - 1829),  ist anhand der Schreibweise „Arensberg“, die aus dieser Zeit bekannt ist, auszugehen, daß es sich um einen Brief aus der Zeit der Übergangsphase handelt. In der Zeit vor 1825 sind bislang handschriftliche Vermerke nicht bekannt. Es wurde der bergische einzeilige Briefstempel verwendet. Der Brief ist unten links mit 2 Sgr frei austaxiert. Es handelt sich somit um einen Privatbrief.

 

 

 

Handschriftliche Aufgabevermerke

 

 

 

Brief von Oberhausen nach Dorsten aus der Übergangszeit vom preußischen Postwärterstempel bis zur Einführung der 2. preußischen Poststempelform im Jahre 1825 (Zweizeiler - Tag und Monat in Zahlen). Auf diesem Brief wurden dem erwähnten Posttaxregulativ entsprechend der Abgangsort und das Datum ordnungsgemäß vermerkt. Beim Briefinhalt (Fragment) handelt es sich um eine Verfügung (Polizeisache), die auch nach Recklinghausen übermittelt wurde:

 

 

 

 

 

„... dies bewürkt, übrigens gegen die Schuldner, wo die

Verhältnisse es gestatten, mit Nachsicht verfahren werden“.

 

 

Königliche  Regierung  I

Kort    Vincke   Kunig

 

pr. 7/1 25 und 10ten ... nach Recklinghausen. Sign. Reif.

 

 

Weiter mit:

Preussen ab 1826