Philatelisten zu Besuch in Preston

Reisebericht 1996

 

von Karl Heinz Mainczyk

 

 

Kirkham - The Post Office Pub

 

 

In die Partnerstadt Preston fuhr eine Abordnung des Briefmarkensammler-Verein Recklinghausen e.V. unter der Leitung und Ausrichtung des stellv. Vors./Geschäftsführers Karl Heinz Mainczyk. Anlaß waren zwei Jubiläen - das 60jährige Vereinsjubiläum des Partnervereins Preston und 40 Jahre Partnerschaft Recklinghausen - Preston.

 

Bilder von Blackpool Illumination

 

 

Die Prestoner Gastgeber, Paul Gaywood, Maurice Richardson, Norman Short und Peter Berends, hatten den Recklinghäuser Gästen ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Gezeigt wurde Preston, u.a. der neu gestaltete Hafen, ein Besuch der „Salmsbury Hall“ (spezielle Ausstellungshallen mit Bürgerbeteiligung in einem englischen Herrenhaus), dann Blackpool mit der weltberühmten Illumination, Wanderungen in den Bowlands und ein Besuch der alten Stadt Chester.

 

 

„Salmsbury Hall“ Herrenhaus im Tudor-Style

 

      

 

 

Darunter stilvolle Innenbeleuchtung und Glasfenster.

 

 

Das Wochenende stand dann ganz im Zeichen der Philatelie. In der Ausstellungshalle nahe dem Stadtzentrum richteten die Prestoner Sammlerfreunde eine Briefmarkenbörse aus. Das Angebot war weltumfassend, wie es sich für das Mutterland der Briefmarke gehört. Eine Briefmarkenausstellung mit den besten Vereinssammlungen rundete das Geschehen ab. Im Rahmen der Feierlichkeiten konnten wir dann den Freunden die Gastgeschenke, u.a. eine Uhr mit dem Wappen von Recklinghausen, überreichen.

 

 

Chester liegt in der Nähe der walisischen Grenze am River Dee. Sie zählt zu den am besten erhaltenen ummauerten Städten des Landes. Berühmt sind die mittelalterlichen "Rows" (Häuserreihen) mit den in Stockwerkhöhe angebrachten Fachwerken. Dazu zählt auch Chester Cathedral mit dem Kompetenzzentrum für Kirchenmusik.

 

 

Chester Cathedral

 

 

Links Shopping-Meile - rechts Fachwerkhaus

 

 

Der Besuch aus Recklinghausen war privat bei den o.g. englischen Freunden untergebracht. Das vermittelt einen guten Einblick in englisches Familienleben. Besonders interessant war es während der Übertragung der „Last Nigth of the Proms“ aus der „Royal Albert Hall“ in London. Jung und alt hielten den „Union Jack“ in der Hand und sangen aus voller Brust patriotische Lieder wie „Rule Britannia“, „Jerusalem“ oder „Land of Hope and Glory“. Diese Stimmung übertrug sich hinaus auf das Land, wie wir in der Familie von Paul Gaywood selbst erfahren konnten. Auch weitab von London waren die Menschen begeistert und feierten.

 

Die Woche verging leider wie im Fluge, gab es doch noch so viel zu entdecken. Vielleicht ergibt sich mal wieder eine Gelegenheit zu einem Besuch. Philatelie  und Partnerschaft sind sinnvoll angelegte Freizeit - eine nie langweilig werdende Aufgabe. Es sollten sich alle Bürger und Vereinsmitglieder einbringen, denn die Welt hört nicht an der Stadtgrenze auf.

 

 

 

 

 

 

Quellen

Preston und Chester Tourist Info

Fotos K.H. Mainczyk