S I R    Y E H U D I     M E N U H I N

 

  1 9 1 6 - 1 9 9 9

 

 

 

Von Sir Yehudi Menuhin signierte Einlaßkarte

 

  

Yehudi Menuhin wurde am 22. April 1916 in New York geboren. Im Alter von fünf Jahren lernte er das Geigespielen. Als Achtjähriger trat er als Solist mit dem San Francisco Orchestra auf. 1927 ging er nach Europa und setzte sein Studium bei Georges Enescu und Adolf Busch fort. Große Erfolge feierte er 1928 in Paris, London und New York. 1933 hatte er bereits in 63 verschiedenen Städten konzertiert und setzte sich anschließend für zwei Jahre in Kalifornien zur Ruhe.

 

Unter Bruno Walter (a.a.O.) in Berlin hatte Menuhin die Werke von Bach, Beethoven und Brahms gespielt und unter der Leitung des 75jährigen Komponisten Edward Elgar spielte er dessen Violinkonzert in London und Paris. Aber auch unter Fritz Busch und Arturo Toscanini (a.a.O.) spielte Yehudi Menuhin in New York. Als er wieder auf die Bühne zurückkehrte, war sein Ansehen so groß, daß  er sofort für Jahre im voraus ausgebucht war.

 

Eintrittskarte Halle Münsterland 1959

 

Während des Zweiten Weltkrieges spielte Menuhin für die Streitkräfte der USA und der Alliierten; und 1944 spielte er als erster im befreiten Paris. 1945 wurde er nach Moskau eingeladen. Yehudi Menuhin wurde Mitarbeiter der UNESCO und Förderer der Jugend. Er gründete sein eigenes Festival in Gstaad/Schweiz und ein weiteres in Bath/England, welches er bis 1968 leitete. Unter den vielen Komponisten, die für ihn schrieben, waren  u.a. Ernest Bloch, Béla Bartok und Sir William Walton.  

 

1970 zeichnete man Yehudi Menuhin mit dem Jawaharlal-Nehru-Preis für internationale Verständigung aus. Nobilitiert wurde Yehudi Menuhin durch die englische Königin Elisabeth II. mit dem englischen Adelstitel  „Sir“.  

 

Mit der Philharmonica Hungarica  gastierte  Sir Yehudi Menuhin im Ruhrgebiet zugunsten seiner „Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland“ mit vielbeachteten Auftritten, die die ganze Musikalität seiner Person zur Geltung brachten. 1976 veröffentlichte er bereits seine Lebenserinnerungen „Unvollendete Reise“ (deutsch 1977). Er verstarb am 12. März 1999 in Berlin.

 

Fotos Recklinghäuser Zeitung vom 13. Februar 1999, einen Monat vor seinem Tod,

links bei der Auszeichnung mit der Stadtplakette, rechts Gala mit der Philharmonia Hungarica am gleichen Tag.

 

Quellen

Recklinghäuser Zeitung Sa. 13. März 199

SST Vorlage IG Israel

Karte Münsterlandhalle Internetvorlage

Signaturen Eigenbelege