W I L H E L M    L I E B K N E C H T

  

1 8 2 6    -    1 9 0 0

 

 

 

  „Vor acht Tagen waren wir eine Anzahl Sozialdemokraten,

heute sind wir eine sozialdemokratische Partei“.

Wilhelm Liebknecht   -  Gotha 1875

 

 

 

 

Patriotische-Karte: Mit besten Grüßen von der

Maifeier 1908 aus Obertürkheim nach Regensburg   

 

 

 

Liebknecht studierte Philosophie. Er war Teilnehmer am republikanischen Aufstand in Baden während der Revolution 1848/49. Nach der Niederlage flüchtete er in die Schweiz und wurde Mitglied des Genfer Arbeitervereins. Während seines zwölfjährigen Exils lernte Wilhelm Liebknecht in London auch Karl Marx und Friedrich Engels kennen. 1862 kehrte er auf Grund einer Amnestie wieder nach Deutschland zurück und wurde Mitglied des Lassalleanischen „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (ADAV); wegen seiner revolutionären Haltung aber bald wieder ausgeschlossen. 1867 war Liebknecht als Abgeordneter des 19. Sächsischen  Wahlkreises Stollberg-Schneeberg in den Norddeutschen Reichstag gewählt worden und gab als Chefredakteur ab Januar 1868 in Leipzig das „Demokratische Wochenblatt“ heraus.

 

Wilhelm Liebknecht war mit August Bebel 1869 Gründer der „Sozialdemokratischen  Arbeiterpartei“, neben dem ADAV die zweite Arbeiterpartei in Deutschland. Beide Vereine vereinigten sich dann 1875 in Gotha zur SPD. Das Parteiprogramm war maßgebend von Wilhelm Liebknecht gestaltet worden. Vom Dezember 1870 bis zum März 1871 wurde Liebknecht ins Gefängnis verbracht mit der Absicht, ihn von politischer Arbeit fernzuhalten. Das hemmte seine Arbeit nicht. Es  folgten zwangsläufig zwei weitere Jahre Festungshaft.

 

 

 

Einladungskarte zur Feier des 100. Geburtstags von Wilhelm Liebknecht 1926.

Redner war der Genosse Friedrich Stampfer, MdR.

 

 

 

Wilhelm Liebknecht gehört zum Führungskern der deutschen Sozialdemokratie, und er erwarb sich große Verdienste bei der Durchsetzung von Forderungen für die Arbeiter. Der deutsche Sozialdemokrat wurde am 29. März 1826 in Gießen geboren und starb am 7. August 1900 in Berlin. Die "DDR" ehrte ihn auf einer Sonderbriefmarke (s. Abb.). In der Bundesrepublik Deutschland konnte sich die SPD für die Ausgabe einer Gedenkmarke für diesen verdienten Sozialdemokraten bislang nicht durchsetzen.

 

 

 

Quellen

 

Biographisches Lexikon der Deutschen/Bertelsmann

Slg. Mainczyk "Sozialdemokratie und Philatelie"

Belege Eigenmaterial