Kaufhaus  Leo  Leyde

Herten - Scherlebeck

 

 

Im Augenblick gibt es nur bedingt Auskunft über dieses Kaufhaus und seinen Besitzer Leo Leyde. Auch ist über dessen Lebensweg wenig bekannt. Hier müssen wir zur Zeit teilweise auf mündliche Überlieferungen von Zeitzeugen zurückgreifen.

 

Das Kaufhaus Leyde hatte seinen Platz in Herten-Scherlebeck Ecke Richterstraße und Scherlebecker Straße gegenüber der Einmündung zur Gertrudenstraße. Ältere Scherlebecker konnten  sich an dieses Warenhaus noch gut erinnern. Das Haus selbst steht heute noch am angestammten Platz. Verkauft wurden Textilien, Haushalts-  und Kurzwaren. Für Buer ist das Stammgeschäft Leo Leyde in der Ewaldstraße 19 um 1902 nachgewiesen. Bei dem Geschäft in Scherlebeck handelte es sich um eine Filiale. Deswegen wird Leo Leyde auch nicht in den Aufzeichnungen über jüdische Gemeindemitglieder in Herten geführt. Er gehörte wohl zur Synagogengemeinde Buer.

 

 

 

   

 Die Ansichtskarte vermittelt einen zeitgenössischen Eindruck von Scherlebeck um 1913,

da die postalische Umbenennung des Namens Oberdisteln in Scherlebeck in diese Zeit fällt.

Es zeigt die Kreuzung Scherlebecker Straße/Gertrudenstraße/Richterstraße.

 

 

Um 1933 wurde das Kaufhaus von einer bekannten Recklinghäuser Firma  „übernommen“. Der Kaufpreis mußte  nach dem 2. Weltkrieg vom „Neubesitzer“ gegenüber der Firma Leo Leyde modifiziert werden.

 

Die gesamte Häuserzeile ist noch mit Veränderungen erhalten. Später war in den alten Räumen des Kaufhauses Leyde die Barbara-Apotheke untergebracht. Augenblicklich wird dort ein Eiscafé  betrieben.