T H E O D O R    H E R Z L

 

 

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Gedenkausgabe der israelischen Post 2010

 

 

 

"Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen"  

 

 

  

Theodor Benjamin Herzl wurde am 2. Mai 1860 in Budapest geboren. Wenig wußte der junge Herzl vom Judentum. In den Kreisen, in denen der junge Herzl aufwuchs, spürte man nicht das Judenleid.  Man sang die Lieder Budapests und Wiens und nicht das Judenlied von der Zions-Sehnsucht. Immer wieder wurde das Lied der „Hatikwah“ neu gedichtet. Der größte Komponist dieses Sehnsucht-Liedes aber sollte dem jüdischen Volk in Theodor Herzl erstehen.  

 

 

Theodor Herzl war von 1891 – 1896 Pariser Korrespondent

der Wiener „Neuen Freien Presse“, danach Feuilletonredakteur dieser Zeitung.

 

 

Unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre gelangte der zu jener Zeit in Paris lebende Journalist Herzl zu der Auffassung, daß sich die Juden als Nation konstituieren und einen Staat gründen müßten. Sein 1896 erschienenes Werk  „Der Judenstaat“  gab den Anstoß zur Gründung der zionistischen Bewegung. 1897 berief Theodor Herzl den 1. Zionistenkongreß nach Basel ein und wurde zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Herzl führte zahlreiche Verhandlungen (u.a. mit dem türkischen Sultan Abdül Hamid II. und dem deutschen Kaiser Wilhelm II. 1898 in Jerusalem) mit dem Ziel, eine  „Heimstätte des jüdischen Volkes“  in Palästina zu gründen. Obwohl seinerzeit ohne greifbaren Erfolg, schuf Herzls Tätigkeit wesentliche Voraussetzungen für die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948.

 

 

 

Gedenkmarke und Sonderstempel Israel 1994 zur Dreyfus-Affäre,

die der Anlaß für das weitere Handeln von Theodor Herzl war.

 

 

 

 

 

„In Basel habe ich den Judenstaat gegründet…

Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es jeder einsehen.“

Theodor Herzl 1897 in Basel

 

 

 

 

 

 Gedenkblock 1996 Israel

100 Jahre 1. Zionistenkongreß in Basel

 

 

 

    

Sonderstempel Wien zum 150. Geburtstag

und Gedenkblatt zum 120. Geburtstag von Theodor Herzl

 

 

 

Unter seinen zahlreichen literarischen Werken schildert Herzls utopischer Roman  „Altneuland“  den künftigen jüdischen Staat. Herzls Briefe und Tagebücher sind eine wichtige Quelle zur Geschichte der zionistischen Bewegung. Seine Bühnenstücke fanden den Weg zum Burgtheater; seine politische Vision jedoch den Weg in die Weltgeschichte.

 

Theodor Herzl starb am 3. Juli 1904 in Edlach. Seine sterblichen Überreste wurden 1949 zur Gedächtnisstätte auf dem Herzl-Berg in Jerusalem überführt.

 

 

Am 14. Mai 1948 proklamierte David Ben-Gurion die Gründung des Staates Israel.

 

 

 

 

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