Gemeinschaftslager Ickerottweg

 

 

Ein trauriges Kapitel der deutschen Geschichte ist insbesondere die Zeit zwischen 1933 - 1945. Die sinnlose Kriegsführung ab 1939 führte zu katastrophalen Auswüchsen in der Volkswirtschaft, welche dann mit Zwangsarbeit ausgefüllt werden sollte.

 

1939 übernahm der Staatskonzern H.Göring die Hälfte der Aktien der Ewald-König Ludwig AG und gliederte das Unternehmen 1940 in den Konzern ein. Während des Krieges erhöhte sich der Bedarf an Kohle. Ausreichend Arbeitskräfte aber fehlten, da die Bergleute an die Front mußten. Verlängerte Schichtzeiten durch sogenannte "Panzerschichten" sollten die Förderung erhöhen - mit geringem Erfolg. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zog man zur Produktionssteigerung heran.

 

 

Zwangsarbeiterbeleg

 

 

 

Dreizeiler mit Hinweis auf "Gemeinschaftslager/Recklinghausen 0 6 (Westf.)/Ikerotweg".

Bildkarte Hannover mit Legende nach Könen, heute Stadtteil von Konz

im Landkreis Trier-Saarburg/Rheinland-Pfalz.

Absender war der Zwangsarbeiter Victor Kusnezow.

 

Die Karte ist frankiert mit 2x3 Pfg. aus der Freimarkenserie von 1941.

Entwertung mit einem Zweikreisstempel Recklinghausen 0 6 ohne Postleitgebietszahl vom 2.6.44 -10.

 

 

In dem Lager am Ickerottweg in Suderwich, nahe der Schachtanlage 7/8 König Ludwig, waren Zwangsarbeiter aus Polen, Italien und Rußland untergebracht. Die DAF verwaltete dieses Lager.  Mangels Sprache und Qualifikation der Zwangsarbeiter, verbunden mit schlechter Lebensmittelversorgung der gesamten Belegschaft erhöhte sich die Förderleistung kaum. Ein zweites Lager befand sich am Kanalschlößchen in König Ludwig.