L E O          F A L L

 

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Leo Fall, geboren am 2. Februar 1873 in Olmütz, gestorben am 16. September 1925 in Wien, war der Sohn eines kaiserlichen Militärkapellmeisters - fast eine Voraussetzung für einen Meister der „silbernen Operette“. Er konnte schon als Knabe ausgezeichnet Geige spielen, so daß er bereits als Vierzehnjähriger in das Wiener Konservatorium eintreten durfte. Zunächst schlug er die Laufbahn eines Kapellmeisters ein.

 

Mit dem Vater zog Leo Fall nach Berlin, wirkte zunächst dort, dann noch in Hamburg und Köln als Dirigent und heiratete 1904 eine Tochter des berühmten deutschen Musiktheoretikers Salomon Jadassohn.  Ab 1906 lebte er ständig in Wien als freischaffender Komponist. Seine Liebe zur Oper wurde schwer enttäuscht. Schon 1902 fiel die Oper „Frau Denise“ in Berlin durch; auch dem „Irrlicht“ (1905 in Mannheim) erging es nicht besser.

 

Beide Operetten hatten ihre Erstaufführung im Jahr 1908

 

Noten und Szenenfoto: Emmy Horst und Franz Felix, österreichischer Tenor (1886-1963)

 

Nun wandte  Leo Fall sich der Komposition von Operetten zu, doch auch hier wurde ihm der Anfang nicht leicht gemacht. Mit dem „Rebell“ erlebte er 1905 vorerst gleichfalls einen Mißerfolg, der sich erst sieben Jahre später nach der Umarbeitung in den „Lieben Augustin“ zum Erfolg wandelte. Doch mittlerweile begann mit dem „Fidelen Bauer“ die Serie seiner großen Welterfolge,  die letztlich zum Höhepunkt der „Madame Pompadour“ führten. Ein weiterer Versuch, auf dem Gebiet der Oper Lorbeeren zu erringen, schlug mit dem 1920 in Dresden uraufgeführten „Goldenen Vogel“ fehl.

 

Leo Fall ist bei aller Liebe zur ernsten Musik  doch ausschließlich im Bereich der heiteren Bühnenwerke in die Geschichte eingegangen.  Fall schuf zusammen mit Kálmán und Lehár die besten Werke der sogenannten „silbernen Epoche“ nach Strauß. Seine Ausbildung an der Wiener Musikschule brachte ihm die Grazie der melodischen Erfindung. Österreich ehrte den Meister zum 50. Todestag mit einer Portraitbriefmarke.

 

Leo Fall Sondermarke als Frankatur auf einem  Ballonpostbrief

der österreichischen  „Pro Juventute“  Kinderdorfvereinigung/Salzburg.