F R I E D R I C H      E B E R T

  

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Friedrich Ebert wurde am 4. Februar 1871 als Sohn eines Schneidermeisters in Heidelberg geboren. 1885 begann er eine Sattlerlehre und ging 1888 auf Wanderschaft, während der er Mitglied des Sattlerverbandes und  (1889)  der Sozialdemokratie wurde, deren  Bremer Parteiorganisation Ebert bis 1905 leitete.  Er übte verschiedene Gewerkschaftsfunktionen aus , wurde 1893 Lokalredakteur der „Bremer Bürgerzeitung“ und besuchte regelmäßig die sozialdemokratischen Parteitage, 1904 auch den Kongreß der II. Internationale. Von 1900 bis 1905 war er Abgeordneter der Bremer Bürgerschaft. 

 

 

 

Historische Ansichtskarte vom Ebertschen Geburtshaus in Heidelberg 1926,

daneben Foto seines Arbeitszimmers.

 

 

 

Auf dem Parteitag 1905 in Jena wurde Friedrich Ebert in den sozialdemokratischen Parteivorstand gewählt  und war dort verantwortlich für die Organisationsleitung und Kassenführung, 1908 zugleich auch Vorsitzender der Zentralstelle für die arbeitende Jugend (seit 1909 Mitarbeit an der Zeitschrift „Arbeiterjugend“). Nach dem Tode August Bebels war Ebert  Vorsitzender der SPD. Am 11. Februar 1919 wählte der Reichstag Friedrich Ebert mit 277 von 377 Stimmen zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Er unterzeichnete die Verfassung und gelobte, als Beauftragter des gesamten deutschen Volkes zu handeln.

 

 

 

 

Gruppenbild Nationalversammlung in Weimar 1919, Originalaufnahme im Schloß von links nach rechts:

Dr. Otto Landsberg, Philipp Scheidemann, Gustav Noske, Friedrich Ebert, Rudolf Wissell.

Daneben Postkarte zum Tod von Friedrich Ebert 1925.

 

 

 

Ebert war zu seiner Präsidentenzeit mannigfaltigen Anfeindungen ausgesetzt. Diese Anfeindungen ruinierten letztendlich auch seine Gesundheit. Die Feinde dieses ersten deutschen Reichspräsidenten waren die Wegbereiter des Nazi-Regimes und ruinierten auch Deutschland. Friedrich Ebert starb  am 28. Februar 1925 in Berlin. Er wurde in seiner Heimatstadt Heidelberg beigesetzt.

 

 

 

Ebert Denkmal in Glogau/Niederschlesien - Einweihung 3. Juni 1928

 

 

 

 

Bildpostkarte der Reichspost als Muster deklariert zwecks Vorlage bei philatelistischen Firmen und der Presse.

Daneben Sonderganzsache zur Erinnerung an die Abstimmung in Schlesien mit datumsgleichen Poststempel.

 

 

 

Sondermarke auf  FDC zum 100. Geburtstag 1971 von Friedrich Ebert mit Aufdruck

„Dem deutschen Volke“, signiert vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt auf

dem außerordentlichen Parteitag der SPD 1979 im Festspielhaus Recklinghausen.

 

 

 

Für den Philatelisten bietet die Person von Friedrich Ebert in Form von Briefmarken und Postkarten ein reiches, nachhaltiges Betätigungsfeld.  Eine kleine Auswahl zeigt diese Ausarbeitung. 

 

 

Quellen

 

Das große biographische Lexikon der Deutschen/Bertelsmann

Belege Slg. "Sozialdemokratie und Philatelie"

Foto Arbeitszimmer Friedrich Ebert:. H. Biaesch