A R T U R    B R A U N E R

 

 

 

 „Ein besonders gelungener  Film ist eine Rarität“

Artur Brauner

 

 

Artur (Abraham) Brauner wurde am 1. August 1918 in Lodz/Polen als Sohn eines jüdischen Holzhändlers  geboren. Er  zählt zu  den  wenigen Juden, die  nach  dem 2. Weltkrieg in der deutschen Filmbranche eine bemerkenswerte Rolle spielten. Schon vor dem zweiten Weltkrieg drehte Brauner Dokumentarfilme, wie „Die Schätze des Nahen Ostens“ oder „Das Tote Meer“.  1946 gründete er mit seinem Schwager Joseph Epstein in Berlin die „Central Cinema Company“, besser bekannt unter dem Kürzel CCC - Film. Bis 1990 produzierte die Firma 230 Filme, deren Bandbreite von Unterhaltungsfilmen („Old Shatterhand“ 1963/64; „Jungfrauenreport“ 1971/72) bis hin zu Literaturadaptionen („Die Ratten“ 1954 ) reicht.

 

 

Filmprogramm zum Film der CCC - Ateliers Berlin Spandau

 

 

Brauner produzierte Filme, die sich mit dem Leidensweg der Juden auseinandersetzen: „Morituri“ (1947/48), „Sie sind frei, Dr. Korczak“ (1973/74, deutsch – israelische Koproduktion), „Die weiße Rose“ (1981/82), „Hanussen“ (1987/88), „Hitlerjunge Salomon“ 1989/90 u.a.  So wechselten sich bei Brauner die populären Gute-Laune-Produktionen mit ernsten Filmen ab, mit denen er bis in die 1990er Jahre hierzulande meist immer baden ging. Für sehr viele Filme beider Genres steckte Brauner Hiebe von der Kritik ein, so auch übrigens für die Karl-May-Verfilmungen, wo man ihn als Trittbrettfahrer bezeichnete.  Auch für Artur Brauner gingen eben nicht alle Träume in Erfüllung.

 

 

Firmenfreistempel der CCC-Film mit Postleitgebietszahl (1) und neuer Postleitzahl  „ 1 “  für Berlin.

 

Artur Brauner engagierte in den 1950/60er Jahren auch Emigranten für seine Filme, z.B. Fritz Lang  und Robert Siodmak (a.a.O.). In Erinnerung rief sich Brauner im Jahre 2000 in der Kohl - Spendenaffäre mit einer 100.000 DM Spende an den ehemaligen Bundeskanzler. 2010 wiederum führte er eine Kampagne gegen Goldman & Sachs (a.a.O.) - Archon Bank in einer Vermögensfrage. Auf einer Halbseite "Der Welt" vom Montag, 3. Mai 2010, beschuldigt er die Banken als Heuschrecken und spricht  da insbesondere den jüdischen Bankchef  Blankfein dahingehend persönlich an.