Leonhard Blumenthal

 

Namensgeber der gleichnamigen Zechen in Recklinghausen

 

 

 

 

 

Geboren wurde Leonhard Blumenthal am 30. Juli 1810 in Schwedt an der Oder. Er durchlief nach der Schulzeit das Kadettenkorps als einer der Besten. Die Armeeführung schickte ihn quer durch Deutschland. 1848 wurde er zum Großen Generalstab kommandiert und persönlicher Adjutant von Prinz Friedrich Karl. 1863 ernannte man ihn zum Chef des preußischen Generalstabs. Sein größter Erfolg war die Erstürmung der Düppeler Schanzen.  

 

 

Im Krieg 1870/71 war Leonhard Blumenthal wieder Chef des Generalstabs zur Zufriedenheit der preußischen Kriegsführung. Er wurde am 21. September 1883 in den erblichen Grafenstand erhoben und am 15. März 1888 zum Generalfeldmarschall ernannt. Leonhard Graf von Blumenthal starb am 22. Dezember 1900 auf seinem Gut Quellendorf bei Cöthen in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

 

Originalhandschrift und Widmung des Generals Leonhard Blumenthal

an den Veteranen des Feldzugs von 1870/71, Thomas Manczyk.

 

 

 

Leseabschrift der Widmung des späteren Generalfeldmarschalls:

 

Wenn Sie auf Ihrem Lebenswege

stets daran denken, daß nicht

Schwatzen, sondern Handeln den

Mann macht, so wird es Ihnen

gut gehen.

Quellendorf d. 2. Juni 1882

                                           vBlumenthal

                            General der Infanterie

 

 

 

 

Mitteilung der Gewerkschaft Blumenthal

über den Versand von Gaskohle

an die Gasanstalt in Vaals Provinz Limburg

Auslandspostkarte 10 Pfg. mit eingedrucktem Wertzeichen "Adler im Kreis"

Ausgabe 1899, Druckvermerk nur Ziffern ohne Buchstaben.

Entwertet mit einem Einkreisstempel Recklinghausen vom 19.12.01 7-8N,

Gitterbogen oben und unten, zwei Ziersterne und UB b .

Des weiteren vorderseitig Bestellgangsstempel Vaals/Holland Provinz Limburg.

 

 

 

 

Zeitungsartikel zum 30. Todestag von General Blumenthal

 

 

Der Tag - Berlin, Freitag, 19. Dezember 1930

 

 

 

Die ehemaligen Schächte General Blumenthal I/II Herner Straße und III/IV hinter dem Hauptbahnhof,

Aufnahmen um 1900/1913. Alle Blumenthal-Schächte sind mittlerweile stillgelegt und die Bauten abgerissen (2004).

 

 

Das ehemalige Zechengebäude General Blumenthal hinter dem Bahnhof Recklinghausen

mit Kokerei, welches der Zechensiedlung an der heutigen Dortmunder Straße den Namen gab.

 

Beim Hausbau auf  dem ehemaligen Zechengelände an der Gleiwitzer Straße

war dem Katasteramt der Stadt Recklinghausen der Standort der Kokerei mit deren

Altlasten wohl unbekannt. Das Bauvorhaben mußte wegen Schadstoffbelastung

bis heute eingestellt werden und der daneben liegende Spielpark wurde

aufwendig saniert. Anwohner wissen aus ihren Kindertagen, daß dort

rote Ziegeleiasche lag. Anstatt Katasterkarten wäre es vielleicht sinnvoller,

alte Ansichtskarten zu archivieren, die wohl mehr über die Bodenqualität aussagen.

 

 

 

Grubenholzverkauf im Jahr 1899

 

Verlagsort der Zeitung war Recklinghausen.

Die Redaktion lag beim Herzoglich Arenbergischen Oberförster Unfried.

 

 

 

 

Reklamierung einer Kartoffelbestellung

 

Frankiert ist die Postkarte mit 5 Pfg. Germania Freimarken-

Ausgabe vom 1. April 1902, Porto für Karten im Fernverkehr. Zur

Entwertung wurde ein Einkreisstempel mit Gitterbogen oben und unten

verwendet. Ein ähnlicher Stempel wurde in Essen als Ausgabestempel

eingesetzt. Die Karte wurde noch am Aufgabetag zugestellt.

 

    

Leseabschrift:

 

3. Mai 1902

Herrn August Herm. Büscher

Essen Ruhr

der uns unterm 18. April gesandte Wagen Kar-

toffeln enthielt nicht 211 ½ sondern nur

210 Zentner, weshalb wir Ihre Rechnung um

2,53 M änderten.

Der Gesamtbetrag für gelieferte 6 Wagen-

1209 Zt. stellt sich auf M 2055,30.

Hochachtung

Gewerkschaft "General Blumenthal"

Klinger u.a.

 

 

Denkmal für verunglückte Bergleute auf dem Nordfriedhof

 

 

 

  

"Eiserner Bermann", heutiger Standort Drissenplatz/Hiberniastraße.

Die Aufnahme Blumenthal I/II ist bereits Geschichte. Alle Gebäude und Fördertürme

wurden abgerissen und der Bergbau so dem Vergessen preisgegeben.

Die Aufnahmen stammen aus der Zeit der französischen Besatzung 1923.

 

 

 

Bilder aus besseren Bergbauzeiten vom zwar subventionierten,

aber dennoch prosperierenden Bergwerk Blumenthal.

 

 

 

Bergleute der Schachtanlage General Blumenthal am Schacht (vierter von links Alois Mainczyk),

vor Ort (dritter von links Alois Mainczyk) und in steiler Lagerung.

 

Untertagebetrieb

 

 

 

    

Schacht VII General Blumenthal an der Dorstener Straße. Heute eine Ruine und dem Abriß vorbehalten.

Foto mittig Bergmann Walter Kriegel in voller Ausrüstung.

 

 

Gratulation des Bergwerks für den ehemaligen Bergmann Alois Mainczyk

 

 

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