Berliner Postämter

mit besonderem Auftrag

 

 

 

An der Spree

 

 

O Spree, was wirst du uns noch alles schenken!

Ein Zirkus und ein Dom, das gibt zu denken.

Chr. Morgenstern

 

 

 

Zu den etwa 100 öffentlichen Postämtern der Stadt Berlin um die Jahrhundertwende (1900) gesellten sich einige, die, was Öffentlichkeit und Wirksamkeit anbetraf, weitgehend anonym blieben. Um so größer war ihre Bedeutung, denn hier liefen die Fäden preußisch-deutscher Politik zusammen. Diese staatlich genutzten Einrichtungen verdienen eine gebührende Darstellung, weil sie überwiegend in Kommunikationsprozesse eingeschaltet waren, die politische Ereignisse jener Zeit zu Folge hatten. Aber auch die privaten Sondereinrichtungen finden in die Ausarbeitung Eingang.

 

Königtum und Staatsmacht waren in Preußen eine Einheit. Für deren Postverkehr genügte Anfang des 19. Jahrhunderts eine Spezialabteilung für die Postbeförderung, die „Cabinets-Expedition“ (Poststempel o. Abb.). Diese war im Hause des Hof-Postamtes in der Königstraße 60 untergebracht. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben bestand in der Regelung des Postverkehrs mit den diplomatischen Vertretungen Preußens im Ausland und in der Verbindung zu den auf den Weltmeeren operierenden Kriegsschiffen. Als mit der fortschreitenden Expansion der Kriegsflotte gegen Ende des 19. Jahrhunderts sich Auseinandersetzungen in ostasiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Gewässern abzeichneten, mußte zur Bewältigung des übermäßigen Postaustausches ein Marine-Postbureau gebildet werden.

 

Seit 1850 unterstand dieses Spezialpostamt stets unmittelbar dem jeweiligen Berliner Oberpostdirektor. Er überwachte persönlich den rund um die Uhr laufenden Dienst der dort tätigen Beamten und ergänzte oder veränderte die allgemeinen Vorschriften für Post und Telegrafie im Sinne der besonderen Bedeutung des Kabinetts-Postamtes. 1903 arbeiteten dort 4 Beamte und 6 Unterbeamte, sogenannte Kabinetts-Briefträger. Sie waren für die Annahme, das Absenden und die Auslieferung der Postsendungen, insbesondere aber für die Abfertigung der Postkuriere, zuständig. Bei Reisen des Kaisers wurden „die Postsachen Allerhöchst derselben und des Gefolges“ durch besondere Postkuriere täglich zwischen Berlin und dem jeweiligen Hoflager befördert.  

 

 

 

Berlin C Marine Postbureau auf

Feldpostkarte „Zum Besten des Roten Kreuzes“ 

 

  

Die portofreie Feldpostkarte, ohne Absender, wurde mit Grüßen an die Mutter

des Soldaten geschrieben, die in Heidewilxen bei Obernigk im Bez. Breslau wohnte.

Heidewilxen ist ein Kleinstort im Katzengebirge,

welcher wiederum rund 26 km nördlich von Breslau entfernt liegt.

 

 

 

 

Rechts Ansichtskarte mit dem Grab der drei Gefallenen der Dresden

auf Mas a Tierra (Juan Fernandes), handschriftlich hinzugefügt "Robinsons Insel".

 

 

 

Im Ersten Weltkrieg, am 14. März des Jahres 1915, hatte sich der deutsche Kreuzer SMS Dresden nach abenteuerlicher Verfolgung durch die englischen Kreuzer Kent, Glasgow und Orama in der Cumberlandbucht der Insel Mas a Tierra unter chilenische Hoheit gestellt. Dennoch eröffneten die Engländer das Feuer und die Dresden geriet in Brand. Schließlich befahl der Kommandant der Dresden die Sprengung seines Schiffes, nachdem sich der größte Teil der Besatzung samt Bordhund und Papagei auf die Robinson-Crusoe-Insel retten konnte. Drei Marinesoldaten kamen dabei ums Leben. Deren Gräber zeigt die Ansichtskarte.

 

Die Stelle in der Cumberlandbucht ist heute mit zwei gelben Bojen markiert und von der chilenischen Regierung zum Nationaldenkmal erklärt worden. Unter den deutschen Internierten war auch der junge Leutnant Wilhelm Canaris, der später unter Hitler zum Abwehrchef ernannt wurde.

 

 Das diese Posten geheim gehalten werden sollten, ist aus der Natur der Sache zu verstehen. Einen anderen Aspekte aber nahm das Marine-Postbureau bei Posten des gemeinen Volkes, sprich der Marinesoldaten wahr. Alle Postsendungen zu und von den deutschen Kriegsschiffen liefen über das Marine-Postbureau, um verdächtige Mitteilungen, insbesondere während des 1. Weltkrieges, auszusondern. Es handelte sich in diesen Fällen um Zensur. Das Marine Postbureau war im Kaiserreich beim Postamt Berlin C.2. (Stadt-Postamt) eingerichtet und führte den auf der Karte abgeschlagenen besonderen Stempel. Mit Kriegsende 1918 wurde dieses „Postamt“ geschlossen.

 

 

 

Spezialpostämter

  

Briefe aus den Berliner Spezialpostämtern „Reichstag“, „Abgeordnetenhaus“, „Reichsbank“ und „Börse“ (s. entspr. Abb.) erreichten Ende des 19. Jahrhunderts eigentlich nur Träger „hochherrschaftlicher“ Namen aus Politik und Finanzkapital. Leute, die an den Schalthebeln der Macht saßen und in ihren Sinne auch die Einrichtungen nutzten. Die Tätigkeit der Spezialpostämter blieb deshalb auch weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit.

 

Postalische Belege, mit denen die Geschichte der Berliner Post am Beispiel dieser Ämter nachzeichnen läßt, sind äußerst selten geworden, aber sie sind überliefert und verdienen bei der Gestaltung posthistorischer Sammlungen Aufmerksamkeit und Beachtung.

 

 

Die Postämter im Deutschen Reichstag und Preußischen Abgeordnetenhaus entstanden nach Gründung des Deutschen Reiches als nicht öffentliche (beschränkte) Einrichtungen, die nur währende der Sitzungsperioden dieser Parlamente tätig wurden. Sie öffneten zwei Tage vor dem Zusammentreffen der Parlamente und blieben bis zwei Tage danach geöffnet. Ihr Kundenkreis beschränkte sich ausschließlich auf die Abgeordneten und Deputierten - die Regierungsbevollmächtigten - dieser Häuser, ihre Verwaltungen und akkreditierte Journalisten.

 

Bis 1918 war das Preußische Abgeordnetenhaus die nach dem Dreiklassenwahlrecht gemäß Herren und Untertanen gewählte Kammer des Preußischen Landtags. Durch die von Friedrich Wilhelm IV. (1840-1858) oktroyierte preußische Verfassung wurde das Abgeordnetenhaus eingerichtet und  1855 so benannt. Heute ist das ehemalige Preußische Herrenhaus/Abgeordnetenhaus Sitz des Deutschen Bundesrates mit anderen Herren als Besetzung.  

 

Das Personal des Postamtes bestand aus einem Vorsteher im Range eines Oberpostsekretärs sowie 6 Beamten und 4 Unterbeamten. Der Leiter unterstand dem Berliner Oberpostdirektor. Er war auch für die Verwaltung des Postamtes im Abgeordnetenhaus mit 3 Beamten und 4 Unterbeamten verantwortlich. Während der Parlamentsferien oder bei Unterbrechung der Sitzungsperioden hielten lediglich 2 Unterbeamte den Dienstbetrieb aufrecht. Beide Ämter arbeiteten als selbständige Postverkehrs-Einrichtungen. Verwaltungsmäßig waren sie den nächstgelegenen Haupt-Postämtern Berlin N.W. 7, Dorotheenstraße, und Berlin S. 12., Zimmerstraße, zugeordnet. Die Poststempel bzw. die Postämter besaßen keine Nummernbezeichnung, entsprechend der seit dem 1. Juli 1875 gültigen Kennzeichnung der Berliner Postämter. Dafür gab es hinter der Ortsbezeichnung bzw. im Unterteil der Poststempel den Zusatz „Reichstag“ oder „Abgeordnetenhaus“. Wie lebhaft der zeitweilige Betrieb in diesen Postämtern war, belegen die im Jahre 1902 abgehenden 207 680 und 310 887 ankommenden Briefe, Pakete, Geldsendungen und Telegramme.

 

 

 

   

Reichstagpoststempel aus unterschiedlichen Zeiten 1914 - 1921 - 1931.

 

 

Institutionen des NS-Regimes benutzen zur Freimachung Absenderfreistempel

mit Absenderangabe "Reichstag". Zum Zweck der Wiedergabe

wurde der Absenderfreistempel der Volkswohlfahrt aptiert.

 

 

 

 

Reichsbank

 

Die Errichtung des Postamtes Berlin C. 111 wurde mit dem wachsenden Geldgeschäften der Reichsbank  im Interesse ihrer hochkarätigen Wertsendungen notwendig. In dieser Zweigstelle des Postamtes S.W. 19. waren 3 Beamte und 3 Unterbeamte tätig.

 

 

 

 

Ihre Arbeitszeit wurde ausschließlich den Hauptverkehrszeiten der Reichsbank angepaßt. Wie bedeutend dort der postalische Geldtransfer war, wird mit dem Versand von 7121 Paketen im Werte von 130.221.727,-- Mark und 10.552 Briefen mit einem Wert von 42.551.995,-- Mark allein im Jahre 1902 belegt. Das Postamt Berlin C. 111. in der Kurstraße war als innerdienstliche Einrichtung der damaligen Reichsbank ausschließlich für deren postalische Sendungen tätig.

 

 

 

Börse

 

Das Postamt in der Berliner Börse diente der schnellstmöglichen Nachrichtenübermittlung von Informationen die Börsengeschäfte betreffend. Das Gebäude der Berliner Börse in der ehemaligen Neuen Friedrichstraße 52/54 erhielt bereits 1865 einen eigenen Telegrafen-Anschluß.

 

 

 

 

 

 

Diese Verbindung zwischen dem damals neuen Berliner Haupt-Telegrafenamt und einem dazu gebildeten Telegrafenamt 2 (Börse) war ein Zugeständnis an die Berliner  Bankiers, um durch schnelle Übermittlung internationaler Börsen-Notierungen wirksamer Börsengeschäfte betreiben zu können. In diesem Sinne kam es am 18. November 1865 zur Inbetriebnahme der ersten Berliner Rohrpostleitung, mit der nur Telegramme von und zur Börse befördert wurden.  Als der Berliner Rohrpostbetrieb am 1. Dezember 1876 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, erhielt die Börse zu diesem Zweck ein eigenes Postamt (ohne Abb.). Es wurde am 1. Juni 1884 im Erweiterungsbau der Börse, Heiligegeiststraße 3-4  eingerichtet und blieb bis Mitte der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts geöffnet. Die Berliner Börse und ihr Rohrpostamt sind im 2. Weltkrieg durch Bombenangriffe zerstört worden.

 

 

 

Bürgernahe Einrichtungen der Berliner Post

Hauspostämter

 

 Brief mit Absenderfreistempel des Hauspostamtes im Wertheimhaus,

Leipziger Straße. 8 Pfg. entsprachen dem Ortstarif für Briefe.

 

 

 

Bis in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts erfreute sich die Berliner Post eines guten Rufes als publikumsfreundliche Einrichtung. Es gibt Werturteile über die Zuverlässigkeit der Briefträger ebenso über Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Arbeitsweise. Jede Verbesserung im Postwesen zahlte sich letztendlich im Interesse der Kunden aus. Das mag auch heute noch Maßstab sein, wenn es mal zutrifft! Jede neue Postanstalt in einem Berliner Neubaugebiet jener Zeit ersparte dem Bürger lange Wege, Wartezeiten und den damit verbundenen Ärger. In welch hohem Maße die Berliner Post durch Verbesserungen außerhalb der regulären Einrichtungen selbst profitierte, zeigt die Geschichte der Berliner Postämter, die für einen begrenzten Kundenkreis mit sehr hohem Postaufkommen an Brennpunkten öffentlichen Lebens eingerichtet wurden.

 

Seit November 1879 entstand im Berliner Land- und Amtsgericht Berlin I  in der Gruner/Neue Friedrichstraße 14/17 (Bezirk Berlin-Mitte) das   Postamt  Berlin C. 63. mit  dem  speziellen  Auftrag, den   umfangreichen  Postverkehr  dieser  Gerichte abzuwickeln. Hier waren eine große Anzahl Stempelmaschinen im Einsatz. Im  Sinne einer rationellen Bearbeitung wurden auch Sammelsendungen entgegengenommen, deren Porto in bar zu entrichten war.  Es wurde auch Post von anderen Dienststellen oder Privatpersonen angenommen, die sich im Gerichtsgebäude aufhielten. Zu erwähnen ist auch noch das Postzeitungsamt Berlin mit dem speziellen Stempel.

 

 

 

 

Ansichtskarte Berlin bei Nacht, rechts das Moka Efti an der Friedrich, Ecke Leipziger Straße,

daneben der Poststempel des Hauspostamtes  W 75 Berlin-Mitte.

 

 

 

Eine ähnliche Funktion hatte das Postamt Berlin O. 67. im Zentral-Viehhof an der Landsberger Chaussee. Es nahm seinen Dienst 1883 auf und arbeitete bis 1912. Kunden waren Berliner Viehhändler und Fleischereien, die von hier aus vorwiegend telegrafisch ihre Geschäfte erledigten. Briefsendungen waren recht selten. Das Postamt besaß über 29 Jahre nur einen einzigen Aufgabestempel. Auch am Magerviehhof Friedrichsfelde wurde ab 1. April 1903 eine Post-Hilfsstelle eröffnet. Ab 1912 hieß die postamtliche Bezeichnung „Berlin-Friedrichsfelde - Mager-Viehhof“.

 

 

 

Den Gästen des Berliner Nobel-Hotels „Kaiserhof“ bot sich ab dem Jahre 1875 die Gelegenheit, im Hause Post aufzugeben. Das hauseigene Postamt führte die Bezeichnung Berlin W. 50. und wurde 15 Jahre später, am 30. September 1890, aufgelöst.  Einem anderen Hotelpostamt mit der Bezeichnung Berlin N.W. 52. im Hotel „de Rome“, Unter den Linden/Ecke Charlottenstraße,  waren da nur 5 Jahre beschieden, von Januar 1876 bis 31. Dezember 1880.

   

 

 

Es bleiben noch die Hinweise auf einige andere Berliner Spezialpostämter aus der Zeit der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Das waren vielfach postalische Nebeneinrichtungen in großen Berliner Kaufhäusern und öffentlichen Einrichtungen für den Publikumsverkehr:

 

 

 

 

Hauspostamt im Mosse Verlag Berlin

 

Rudolf Mosse wurde 1843 in Grätz bei Posen geboren. 1867 schuf er zusammen mit Emil Cohn, dem späteren Begründer der „Berliner Zeitung“, ein Annoncen-Büro, welches zum bedeutendsten Unternehmen seiner Art in Deutschland wurde. Im Jahre 1872, kurz nach Reichsgründung, gründete Mosse das „Berliner Tageblatt“, das anfangs vorwiegend auf Berliner Lokalberichterstattung eingerichtet war. Aber unter der Leitung von Arthur Levysohn entwickelte sich die Zeitung bald zu einem führenden Blatt freisinniger Richtung. 1889 wurde dem „Berliner Tageblatt“ die „Berliner Morgenzeitung“ angegliedert, und 1904 übernahm der Verlag Mosse die linksdemokratische „Berliner Volkszeitung“. Neben diesen Tageszeitungen gab der Verlag Mosse Fachzeitschriften heraus, umfaßte eine allgemeine Buchabteilung und einen umfangreichen Adreßbücher- und Telegraphencode-Verlag. Auch in diesem Verlag war das Postaufkommen so groß, daß ein eigenes Posamt von der Reichspost eingerichtet wurde und auch der Öffentlichkeit zugänglich war.

 

 

 

  

Links Einkreisstempel, in der Aufmachung nahezu ein Sonderstempel,

und rechts Absenderfreistempel des Hauspostamtes im Rudolf-Mosse-Haus.

 

 

 

 

 

Als Anhang noch zwei weitere interessante Postadressen aus Berlin

 

 

Patentamt Berlin

 

Am 1. Juli 1877 wurde in Berlin das Kaiserliche Patentamt eröffnet.

Schon am 2. Juli 1877 wurde das erste deutsche Patent an Johann Zeltner

für ein "Verfahren zur Herstellung von roter Ultramarinfarbe" erteilt.

Die Behörde wurde 1919 in Reichspatentamt umbenannt.

Nach Beendigung des 2. Weltkriegs stellt das Amt 1945 seine Tätigkeit ein.

Die Alliierten beschlagnahmten im Rahmen der Kontrollratsgesetze

Patente, Marken und Schutzzeichen und gaben diese erst 1951 wieder frei.

 

 

 

  

Berlin Patentamt mit eigenem Einschreibeklebezettel auf Einschreiben nach Recklinghausen.

Normalerweise wurden unfrankierte Einschreiben am Postschalter nicht angenommen.

Dieser Brief ging aber wohl von Behörde zu Behörde. Dort wurde über

den Nachgebührvermerk das nicht vorausgezahlte Porto eingeholt.

 

 

 

 

 

Berlin-Baumschulenweg

 

Baumschulenweg ist heute ein Ortseil im nordwestlichen Teil  des Bezirks Treptow-Köpenick

von Berlin an der Bezirksgrenze zu Neukölln und erst seit 1945 ein eigener Ortsteil.

Er wurde aus dem südlichen Teil des Ortsteils Treptow  gebildet. 

Name und Geschichte des Ortsteils sind eng verbunden mit den seinerzeit weltweit

bekannten Späth´schen Baumschulen, die 1720 von Christoph Späth gegründet wurden.

 

 

 

 

Einschreiben im Ortsverkehr Berlin der Deutschen Reichsbahn mit Vermerk

"Frei durch Ablösung Reich". Dieses war ein Hinweis auf pauschale Portoverrechnung

ehemaliger deutscher Reichsbehörden nach Abschaffung früherer Portofreiheiten.

Auf der Rückseite zwei Einkreisstempel der mit der Bearbeitung beteiligten Postämter 20 und 24.

 

 

 

Frankotyp-Absenderfreistempel  vom 13.1.39

 

Der letzte Inhaber der einst größten Baumschule der Welt,

Hellmuth Späth, wurde im Jahre 1943 mit der Begründung des

„Umgangs mit Juden und versteckter Hetz- und Wühlarbeit gegen Deutschland“

verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht, wo er 1945 zu Tode kam.