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  Ganzsache der Post AG aus Ermangelung einer Sondermarke

zu Ehren von Adolf von Baeyer mit Wertzeicheneindruck Justus von Liebig

und Zudruck "100 Jahre Nobelpreis für Chemie", entwertet mit einem

Sonderstempel Albert Einstein "Lichtstrahlen an einem schwarzen Loch".

Drei berühmte deutsche Forscher kommen hier zu Ehren. 

 

 

Adolf von Baeyer (seit 1885 Ritter von) wurde am 31. Oktober 1835 in Berlin als Sohn eines Generalstabsoffiziers und einer jüdischen Mutter geboren. Ab 1853 studierte in Berlin Chemie, in Heidelberg bei Robert Bunsen und bei August Kekulé, dem er nach seiner Promotion 1858 nach Genf folgte. 

 

1860 habilitierte er sich in Berlin und lehrte am Gewerbeinstitut, wo ihm ein Experimentallaboratorium zur Verfügung stand. Seine ersten Farbstoffarbeiten wurden 1870 durch die Synthese des Indigos, einem seit Jahrtausenden verwendeten licht- und wasserfesten Pflanzenfarbstoffs, gekrönt. 1883 fand von Bayer dessen Strukturformel heraus. Damit schuf er die Grundlage für die industrielle Farbenherstellung.

 

 

 

 Schwedische Gedenkmarke zu Ehren der Nobelpreisträger von 1905:

Adolf von Baeyer und Philipp Eduard Anton von Lenard (Nobelpreis Physik).

 

 

Nach seiner Straßburger Professur wurde er 1875 Nachfolger Justus von Liebigs in München.  Seine ausgedehnten Untersuchungen über das Azetylen führten zur Theorie des doppelgebundenen Kohlenwasserstoffs (Baeyers Spannungstheorie). Für seine bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der synthetischen Farbstoffherstellung erhielt Adolf von Baeyer als einer der ersten den Nobelpreis für Chemie im Jahre 1905 zuerkannt. Er starb am 20. August 1917 in Starnberg.