Akko/Israel

Partnerstadt von Recklinghausen

 

 

Geschichtliches

 

 

Akko Lithographie von David Roberts (1839)

 

 

Vom Osmanischen Reich bis zum Staat Israel

 

In einer Selbstdarstellung  sagt die Stadt Akko folgendes über sich:

 

Unsere Tradition singt dem Namen „AKKO“ einen Lobgesang: Ein gottgegebener Name! Und so erzählt die Legende: Vor uralten Zeiten, als die Menschenkinder begannen, gegen Gott zu sündigen und sich Götzen zu machen, rief der Allmächtige das Meer, die Welt zu überschwemmen. Und als das Meer bis Akko kam, sagte Gott zu ihm:“ Bis hierher (auf hebräisch: ad koh) und nicht weiter!“  Und daher der Name „Akko“ - Ad Koh. Es gibt aber auch andere Deutungen, die nichtjüdischen Ursprungs sind.

 

Akko, erbaut auf einer Halbinsel in der Küstenebene zwischen dem Karmelgebirge und Sulam - Zur (die Felsenleiter), war eine befestigte Hafenstadt - das Osttor zwischen Osten und Westen. Und da sie am Kreuzweg der Hauptverkehrswege lag, war sie der Brückenkopf und der Schlüsselpunkt zur Herrschaft über den Osten. So kam es, daß „die Geschichte der Stadt Akko ihre Furchen eingepflügt hat“.  Und in der Tat zeugt Akko in bunten Mosaiken vom Wechsel der Herrschaft der Königreiche und der Eroberer, die um die Beherrschung des Ostens rangen.

 

 

 

Akko Totale (General View) 1880 aus osmanischer Zeit

 

 

 

Akko war jeweils unter der Herrschaft der Kanaaniter und Israeler, der Assyrer und der Perser, der Griechen, Römer und Kreuzritter, der Araber, der Türken und der Engländer. Es hatte seine Hoch- und Tiefpunkte. Heere und Flotten vieler Völker und Religionen, Abenteurer und Eroberer erstürmten einer nach dem anderen die Tore Akko’s und

brachen in die Mauern ein. Fast in allen Epochen war Akko auch eine jüdische Siedlung, die sich vom Handel, Handwerk, Fischerei sowie vom Schneckensammeln ernährte. Akko ist bekannt als die Stadt, in der die Ausnutzung  des Meeressandes zur Erzeugung von antikem Glas begann. Zur Zeit der Mamelucken ab 1291 wurde die Stadt Akko zerstört und lag 400 Jahre in Ruinen.

 

 

 

Akko hat sich zu einer modernen Stadt gemausert und ist  die Hauptstadt des Westgalils, 3000 km von der Partnerstadt Recklinghausen entfernt (Luftlinie). Sie besteht aus vier Wohnzonen , das alte Akko, das neue Akko, der Nordzone, der Bauzone und zwei Industriezonen. Die Bevölkerung ist mehrheitlich jüdisch, ca. 20 % sind arabisch bzw. christlich. Im Stadtrat sind die unterschiedlichsten Parteien vertreten. Es gibt Schulen und Zentren für Bildung von Erwachsenen, Kulturinstitute, Sport- und Erholungseinrichtungen für alle Bevölkerungsschichten. Neben Recklinghausen hat Akko noch eine Partnerstadt, nämlich La Rochelle in Frankreich (seit 1973).

 

 

 

Die Briefmarke aus der Serie

"Israelische Landschaften"

zeigt den historischen

Aquädukt nahe Akko.

 

 

 

Palästina 

 

Bis 1918 war Palästina ein Teil des Osmanischen Reiches , dann wurde es von britischen Truppen besetzt. Vom 1. Juli 1920  bis  15. Mai 1948 war Palästina britisches Mandatsgebiet. Auf einem Teil des Gebietes wurde der Staat Israel gegründet, andere Teile wurden von Ägypten und Jordanien besetzt. Ab 1918 wurden Briefmarken mit der Inschrift E.E.F. (Egypt. Exped. Force) verwendet, danach Marken der Zivilverwaltung der britischen Hochkommission.

 

3 M. und 5 M. Marken der Zivilverwaltung der britischen Hochkommission

in Palästina, Poststempel "ACRE 26/MY/22.

 

 

I S R A E L

 

Auf einem Teil des britischen Mandatsgebietes Palästina entstand am 14. Mai 1948 die Republik Israel. Hauptstadt ist Jerusalem. Da die britischen Behörden bereits Anfang April 1948 das Mandat verließen, wurden bis zur offiziellen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 die Briefe mit Spendenmarken (a.a.O.) des jüdischen Nationalfonds  freigemacht Die provisorischen Postbehörden beförderten die Briefe/Karten u.a. Postsachen anstandslos und stempelten sie später ab. Israel wurde Mitglied des Weltpostverbandes und avancierte zu einem beliebten Sammelgebiet.

 

 

 

David Ben Gurion, eigentlich David Grün, proklamierte am 14. Mai 1948 den selbständigen Staat Israel

und wurde am 25. Februar 1949 zum ersten Premierminister des Staates Israel ermannt.

Er war Gründer der sozialdemokratischen Partei Israels und deren Vorsitzender von  1949 bis 1963.

Die 50 Schekel Banknote trägt sein Porträt. Die Rückseite zeigt das Steintor in Jerusalem.

 

 

 

 

 

Nordisrael mit Akko in den Grenzen von 1961- Zeitungsausschnitt Westf. Kurier,

Mittwoch 2. Januar 1949 mit Hinweis auf die Anerkennung Israels durch diverse Staaten.

 

 

 

Schlachthof AKKO  ע כ ו

 

Bescheinigung des Veterinärs Dr. Perser aus dem Jahr 1950,

daß das Fleisch der geschlachteten Tiere koscher und genießbar ist.

(Ex. Slg. Lindenbaum/Tel Aviv)

 

 

Deutschsprachige Israelische Zeitung aus dem Jahre 1954

 

 

 

 

 

 

 

Siehe auch:

 

Akko Postalisch

 

Akko Partnerschaften