Die IRGUN Helden

von Akko

 

 

 

Bis zur Gründung des Staates Israel waren für die Juden in Palästina vielerlei Hemmnisse zu überwinden. Die Störungen kamen nicht nur von palästinensischer Seite, sondern auch durch gravierende Einflüsse der Mandatsmacht. Es ist nicht verwunderlich, daß sich jüdische Gruppen im Kampf dagegen zusammenfanden. Die Mandatsmacht allerdings schlug mit Härte zurück.  Unsere Partnerstadt Akko spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle.

 

Die  IRGUN - ETZEL war eine von 1931 bis 1948 bestehende Untergrundorganisation in Palästina vor Gründung des Staates Israel. Sie stand dem zionistischen Revisionisten Wladimir Jabotinsky (1880-1940) nahe. Er war Oberkommandeur von 1937-1940. Die Gruppe führte vorwiegend  Anschläge gegen die britische Mandatsmacht, aber auch gegen die arabische Seite durch. Nach dem Tod von Jabotinsky arbeitete ein Teil dieser Gruppe mit den Briten zusammen. Unter ihnen Menachem Begin. Begin übernahm im Dezember 1943 die Leitung des IRGUN, und er nahm auch den Kampf gegen die Briten wieder auf. Unter seiner Führung verübte der IRGUN 1946 einen Anschlag auf das King David Hotel in Jerusalem. Das Hotel war überwiegend von britischen Offizieren mit ihren Familien bewohnt. Dem Anschlag fielen 91 Menschen zum Opfer. Auch das Massaker von Deir Yasin 1948 mit über hundert Toten wurde später von Begin als berechtigt verteidigt.

 

Die israelische Sondermarke aus dem Jahr 1991 erinnert an die Opfer der IRGUN-ETZEL. Das Markenbild zeigt die Festung von Akko mit einem vergitterten Gefängnisfenster. Auf der Allonge ist ebenfalls die Festung/Fortress Akko abgebildet.

 

 

 

 

Gefangene Irgun Kämpfer wurden unter anderen auch in das Gefängnis von Akko verbracht. Am 4. Mai 1947 versuchte die IRGUN einen Ausbruch ihrer inhaftierten Leute zu organisieren. Es war der Tag, an dem die UNO über die Palästinafrage diskutierte. 28 Irgun Mitglieder kamen dabei frei, aber auch 200 arabische Häftlinge. Während des Rückzugs wurden einige Befreier getötet, weitere fünf Angreifer eingefangen. Die Jewish Agency bezeichnetet diesen Akt als unverantwortlich selbstmörderisch; Menachem Begin dagegen als Heldentat. Drei der Festgenommenen wurden von den Briten zum Tod verurteilt. Im Gegenzug entführte die Irgun zwei britische Unteroffiziere und drohte mit Vergeltung. Als die Engländer die Todesurteile vollstreckten, henkte die Irgun diese beiden Soldaten. Der Gefängnis Ausbruch von Akko hatte eine starke moralische Wirkung auf die Jischuw, also die jüdische Bevölkerung in Palästina vor der Staatsgründung Israels, und eben auch auf den Kampf für die Gründung des Staates Israel.

 

Die Gehenkten von Akko werden immer noch als Helden in Israel verehrt. Die Initiative für den Sonderstempel und den Vignettenblock kam vom Museum Jabotinsky/LIKUD.

 

 

 

Der Sonderstempel wurde auf zwei Marken der israelischen Briefmarken-Ausgabe

Häfen von 1967 - hier der Hafen von Akko - abgeschlagen.

 

 

Der Sonderstempel auf der Wappenmarke von Akko zum 20. Jahrestag

der Hinrichtungen nennt die Namen von vier Widerstandskämpfern:

Mordechai Alkahi - Dov Gruner  - Yechiel Dresner und Eliezer Kaschani,

die im Gefängnis von Akko hingerichtet wurden.

 

 

Vignettenblock mit den Abbildern von 14 Gehenkten Irgun Mitgliedern.

Blauer Zusatzstempel: Gruß an die gehenkten Märtyrer.

Kastenstempel mit Hinweis auf den Hinrichtungsort.

 

 

Der Vignettenblock zeigt von links nach rechts die Untergrundkämpfer :

 

1. Reihe: Eliahu Beit - Shlomo Ben Josef - Naaman Belkind - Josef Lischansky -

2. Reihe: Jechiel Dresner - Mordechai Alkahi - Dov Gruner - Eliahu Chakim

3. Reihe: Meier Nakar - Moshe Berezani - Meier Feinstein - Eliezer Kashani

4. Reihe: Lechi Symbol - Yaakob Weiss - Abshalom Habib - Etzel Symbol

 

 

 

Quellen

 

A. Linn (Lindenbaum) Tel-Aviv

Belege Eigenmaterial