T H E O D O R   W.   A D O R N O

 

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 „Ich wiederhole mich solange, bis man mich versteht!“

Theodor Adorno

 

 

 

Gedenkmarke der Post AG mit Ersttagsstempel Berlin und Bonn. Auf der Marke abgebildet sind Manuskriptseiten

mit seiner Fotografie, und auf dem Markenrand und im Sonderstempel ist die Signatur Adornos wiedergegeben.

 

 

Der Philosoph,  Soziologe   und   Musiktheoretiker   Theodor  Adorno (eigentlich Theodor Ludwig Wiesengrund)  wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren. Er war das einzige Kind des Weingroßhändlers Oscar Alexander Wiesengrund (1870-1946) und der Offizierstochter Maria Barbara Calvelli-Adorno (1865-1952). Sein Vater stammte aus einer jüdischen Familie und konvertierte später zum Protestantismus, bevor er die katholische Maria Barbara heiratete. Adorno selbst wurde katholisch getauft und empfing die Erstkommunion, später dann ließ er sich evangelisch konfirmieren. Ein engeres Verhältnis zum Judentum entstand erst unter dem Eindruck des Völkermordes an den Juden.

 

Adorno war 1925 Kompositionsschüler bei Alban Berg in Wien, 1931 habilitierte er sich über Kirkegaard in Frankfurt.  Es folgte die Emigration von 1934 bis 1949, erst nach England und dann in die USA. 1949 kehrte Adorno  nach Deutschland zurück. Hier lehrte er an der Universität Frankfurt Soziologie und Philosophie und trat auch als Musiktheoretiker hervor. Adorno war ein Sozialphilosoph in der Tradition von Hegel, Marx und Freud,. Er gilt als eine der Begründer und Hauptvertreter der Frankfurter Schule.

 

Gleichzeitig leitete er mit Max Horkheimer, mit dem er schon während der Emigration in den USA zusammengearbeitet hatte, das Institut für Sozialforschung in Frankfurt, das zum Zentrum der „Kritischen Theorie“, der sogenannten Frankfurter Schule, werden sollte. Diese Theorie wirkte auf die Studentenbewegung der 60er Jahre. Adornos 1961 begonnene Auseinandersetzung mit Methodenproblemen der Sozialwissenschaft wurde von Jürgen Habermas und Hans Albert fortgesetzt. Der Protagonist der Frankfurter Schule starb am 5. August 1969 im schweizerischen Visp.

 

 

 

Quellen

 

Neues Lexikon des Judentums

Deutsche Post

Bilder Eigenmaterial