Südwestafrika

Mandatsgebiet Südafrikanische Union

 

 

Das deutsche Mandat für Südwest-Afrika endete während des 1. Weltkrieges  am  9. Juli 1915. Fünf Wochen später ist ganz Südwestafrika von der Südafrikanischen Union besetzt. Das vormals Deutsch-Südwestafrika genannte Land wurde 1920 unter Völkerbundmandat gestellt und der Südafrikanischen Union zur Verwaltung überlassen. Diese Treuhandschaft wurde von der Südafrikanischen Union, die Südwest-Afrika als Provinz eingliederte, nicht anerkannt.  Auch den Entzug des Mandates ignorierte die Union/Republik Südafrika.

 

Die deutschen Marken wurden von Marken Südafrikas abgelöst. Diese Marken sind wiederum nur an den Abstempelungen zu erkennen.  Es folgten 1923 die Freimarken-Aushilfs-Ausgaben mit dem Kopfbild König Georg V. und andere Briefmarkenausgaben von Südafrika, überdruckt mit dem englischen oder afrikaanschen Landesnamen zweizeilig schwarz in verschiedenen Stellungen bei Bildgleichheit mit den südafrikanischen Briefmarken. Ab 1953 wurden mit der Krönungsausgabe Elizabeth II. nur noch zweisprachige Briefmarken verausgabt. Die Pfundwährung wurde 1961 durch Rand und Cents aufgehoben. Vor der Einführung einer einheitlichen Landesbezeichnung "Suidwes Afrika/South West Africa"  für das Mandatsgebiet wechselten sich diverse Überdrucke und andere Formen in vielerlei Art ab.

 

 

 

Ausgaben König Georg V.

Vorläufer

 

 

  

Bis zur Ausgabe der ersten Überdruckmarken wurden ab 1915 Marken

von Südafrika verwendet. Diese Vorläuferausgaben sind an den Südwest-Poststempeln,

links Paar 1½d "Swakopmund", rechts 1d Okahandja (Briefstück) zu erkennen.

 

 

 

 

Überdrucke auf  Kopfausgaben Georg V. ab 1923

 

Penny-Ausgaben mit zweisprachigen Aufdrucken in verschiedenen Stellungen.

 

Links 1923 weiter und rechts 1924 enger Abstand des Aufdrucks.

Mittig das verwendete Wasserzeichen Springbockkopf.

 

 

 

 

 

Aufdrucke in der Reihenfolge ihrer Verausgabung

ab 1926 (Auszug) auf Südafrika-Briefmarken.

 

 

   

 

 

 

   

 

 

 

Überdruckte Ganzsache mit eingedrucktem Wertzeichen

und Auffrankatur für den Auslandsdienst.

 

   

Aufgabeort Gobabis, Hauptstadt der Region Omaheke im Osten von Namibia.

Die Stadt liegt am wichtigen Trans-Kalahari-Highway. Rinderzucht prägt die Region.

 

 

 

Briefmarken mit Bildern aus Südwestafrika mit englischen und afrikaansen Inschriften.

Freimarken-Ausgabe 1931  mit einheimischen Darstellungen,

hier "Riesentrappe/Kori Bustard" (Choriotis kori) mit Farbunterschied.

 

 

Wasserzeichen Springbockkopf mehrfach

 

 

 

 

1d Portugiesenkreuz /Cape Cross und 20 Sh Rucana-Fälle.

 

Cape Cross, zu deutsch Kreuzkap, ist eine Landspitze an der Küste Namibias.

Portugiesische Entdecker stellten an besonders markanten Landmarken steinerne Kreuze auf.

Diese sollten die Landnahme durch die portugiesische Krone dokumentieren.

 

 

 

20 Sh Ruacana-Wasserfälle (Okuwahakeu Falls)

Diese haben ihren Namen nach der gleichnamigen Stadt in der Nähe der Fälle.

Der Fluß Kunene stürzt dort über fast 120 Meter in die Tiefe.

 

 

 

Brief mit Freimarke Landesmotive, hier "Buschlandschaft" von 1931

 

 

Luftpostbrief 1953 von Osona an die evangelische Eheanbahnung "Weg-Gemeinschaft" in Detmold.

 Osona liegt unterhalb von Okahandja in Richtung Windhoek.

 

Okahandja selbst ist ein Ort im Zentrum Namibias mit rund 22000 Einwohnern und Schnittstelle

von zwei Nationalstraßen. Hier treffen sich die Flüsse Okakango und Okamita.

 

 

 

 

Von 1938 - 1952 wurden für Südwestafrika keine eigenen Marken herausgegeben.

In Gebrauch waren Marken von Südafrika mit verschiedenen Aufdruck-Typen - "SWA" - S.W.A.

 

Links Sammlerbrief mit beiden Ausgaben zum Voortrekker Jubiläum 1938, Überdruck  "S.W.A.",

Zweikreis-Stempel "OUTJO" Februar 1939. Outjo steht für "Kleiner Hügel".

Der Ort liegt unterhalb des Etosha National Parks und gilt als Wiege des namibischen Karnevals.

 

 

Rechts Sechserblock der Ausgabe Rüstungsbilder von 1942, Überdruck "SWA".

 

 

Königlicher Besuch 1947

Ausgabe von Südafrika - Überdruck "SWA".

 

 

 

 

 

 

Aufschlußreichere Auskünfte geben die einschlägigen Veröffentlichungen

und Berichterstattungen über diese Region und den Staat Namibia.

Der Bericht kann zwangsläufig nur einen Auszug wiedergeben.

Er soll Anregung sein, sich  mit anderen Ländern und

deren Menschen zu beschäftigen und dient dem

besseren Verständnis der Menschen untereinander.